Hier ein neuer Kommentar des hessischen Landtagsabgeordneten Ismail Tipi bei „Tichys Einblick“:

Ich kann nicht oft genug wiederholen: Deutschland ist keine Heimat für Salafisten, Fundamentalisten, Dschihadisten und am allerwenigsten für Terroristen. Sie haben in unserer Gesellschaft nichts verloren, und müssen abgeschoben werden, ohne Wenn und Aber.

Diese und ähnliche Äußerungen haben Sie bestimmt schon einmal von mir gehört oder gelesen. Diese Wiederholung ist aber für die pädagogische Praxis des Lernens von großer Bedeutung. Ich weiß, es wurde alles schon mal gesagt, aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein.

Seit Jahren versuchen islamistische Prediger wie Pierre Vogel Jugendliche zu konvertieren, zu rekrutieren und zu radikalisieren. Sie, die Salafisten, setzen alles daran, möglichst viele unschuldige junge Menschen in ihren Bann zu ziehen. Sie predigen in ihren Videobotschaften immer wieder von der Bundesrepublik, die den Islam tötet und von den gottesfolgenden Islamisten, die den wahren Dschihad ausleben und dem westlich imperialistischen Deutschland endlich ein Ende bringen.

Diese Prediger verkaufen ein Bild getreu des Mottos „in Syrien ist Jahrmarkt“ und dort würde man als „verpickelter pubertärer Jugendlicher“ endlich zu Gott finden. Durch schlimme Indoktrinierung und Manipulation sorgen gefährliche Islamfundamentalisten dafür, dass Jugendliche, egal ob mit deutscher Abstammung oder mit Migrationshintergrund, in einen unsinnigen Krieg gezogen werden, der vor Gewalt und Abscheulichkeiten nur so strotzt.

Solche Radikalisierungen sind nicht nur in der islamischen Ecke zu finden, sondern auch bei der autonomen Linken und den strukturierten Rechten, wie zum Beispiel in der Identitären Bewegung (kurz IB). Ich werde hier trotzdem nur auf islamistisch fundamentalistisch, dschihadistisch ausgerichtete Manipulation eingehen, da diese in den letzten Jahren einen immer größeren Zulauf hat, ihre Zahl anwächst und sie unsere Gesellschaft bedroht wie kaum etwas anders zurzeit. Jugendliche werden angelockt durch ein nichtexistierendes Weltbild. Sie werden indoktriniert durch das immer gleiche Bild:

„Der Islam kann in einem Land wie Deutschland, einem Land voller Sünder und Ungläubiger nicht existieren, ohne sich gegen jene Sünder und Ungläubigen zu wehren. Als Muslim könne man hier nicht leben, ohne unsere Art zu leben, zu feiern und zu trauern zu verachten. Demokratie und der Islam sind nicht vereinbar, können nicht koexistieren, genauso wie die Bundesrepublik Deutschland und der Islam nicht zu vereinen sind.“ Eine Lüge, nichts anderes als eine Lüge!

Jugendliche, die keinen richtigen Anschluss an unsere Gesellschaft haben, werden eingefangen. Einfache Weltansichten, strikte Regelwerke und eine klare Struktur, das fängt oft viele Jugendliche ein. Sie werden immer radikaler und fangen an, sich mit immer extremistischeren Thesen auseinanderzusetzen. Sie beginnen, Grundsätze der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu hinterfragen. Sie empfinden sich als Opfer der Gesellschaft, zweifeln an Presse- oder Meinungsfreiheit und sind sich nicht im Klaren, dass sie sich jetzt schon inmitten einer Mühle befinden, die schon von langer Hand geplant ist. Sobald ein Jugendlicher auf Tuchfühlung mit dem Salafismus gerät, wird er in ein System gesteckt, alleine nur, um ihn der Gruppierung nahe stehend, vielleicht sogar sympathisierend zu machen.

Durch religiöse Treffen, seien es Koranstunden oder das abendliche Gebet in einer Hinterhofmoschee, wird dem Jugendlichen etwas eingeflößt. Dieses etwas ist das Gift der Islamisten, ein Gift, welches dafür sorgt, dass junge Menschen in den Krieg ziehen, ihre Familie und ihre Freunde verlassen für einen Krieg, der von menschenfeindlichen Monstern geführt wird. Nur Monster können einen solch brutalen Krieg gegen die Welt und gegen die Humanität führen. Das Gift hat verschiedenen Formen. Es fließt inzwischen auch durch die Straßen unserer Großstädte. Alleine nur durch die Koranverteilaktion „Lies“ floss dieses Gift in den Ritzen unsere Pflasterstraßen. Es fließt vom Mund eines Hasspredigers in die Gehirne und Köpfe unserer Jugendlicher.

Durch Spielzeuge wie Jundullah-Puppen werden sogar Kinder mit diesem Gift in Berührung gebracht. Eine Jundullah-Puppe ist eine salafistische Kinderpuppe, ein Kinderspielzeug, das im Gegensatz zur Barbie nicht so westlich vergiftet ist, sondern einen Krieger des Islamischen Staates, den gesichtslosen Gotteskrieger, zeigt und eine vollverschleierte Frau. Wir müssen unsere Kinder und Jugendliche davor schützen.

Wie können wir solche Radikalisierungen verhindern? Wir müssen endlich schnell und bedacht handeln. Viel zu lange haben wir nicht auf die Warnsignale unserer Gesellschaft gehört. Ich fordere Prävention in den Schulen. Wir müssen Jugendliche abfangen und sie aufklären, bevor sie in die Arme von radikalen Islamisten fallen. Das funktioniert am besten und effektivsten, wenn wir ein groß angelegtes bundesweites Präventionsprogramm gegen Extremismus in allen Formen in Schulen zur Pflicht machen. Dabei müssen wir die Jugendlichen nicht nur über die Gefahren des Islamismus aufklären, sondern über alle extremistische Formen, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung gefährden.

Neben einer Prävention, die sich an Schülerinnen und Schüler wendet, müssen wir auch Lehrer schulen. Wenn Jugendliche unter den Einfluss einer radikalen Gruppe fallen, geht das meistens einher mit starken Charakteränderungen. Der Junge, der früher immer unruhig in der Ecke saß, wird immer unruhiger und fängt an, extremistische Äußerungen zu bringen. Um so etwas zu bemerken und auch einordnen zu können, müssen Klassenlehrer und Politik & Wirtschaft Lehrer sensibilisiert werden. Zudem braucht es mehr gezielte Anlaufstellen für Eltern und Freunde von Betroffenen. Solche Anlaufstellen, die nicht direkt Teil der Sicherheitsbehörden sind, gibt es in Deutschland meiner Meinung nach zu wenig.

Ich fordere zudem, den salafistischen Giftmischern ihre Arbeit zu nehmen. Wir müssen Hinterhofmoscheen verbieten und ahnden. Diese Moscheen sind der Hauptsiedepunkt für Radikalisierungen innerhalb der muslimischen Gemeinde in Deutschland. Moscheen und Imame müssen genauso wie Kirchen vom Staat registriert werden. Der Staat muss Giftmischer, die sich Prediger nennen, ohne Ausnahme verfolgen. Hasspredigende Imame müssen vor den Augen der Gemeinde von der Kanzel geholt, festgenommen und sofort abgeschoben werden.

Wir müssen aber auch für den Fall gewappnet sein, dass sich Kinder und Jugendliche schon in einem radikalen Umfeld befinden. Für diesen Fall muss man es den staatlichen Behörden erlauben, in Verdachtsfällen auch Jugendliche unterhalb des vollendeten 16. Lebensjahres überwachen zu können. Ich stehe zudem dafür, dass wir Gefährdern und polizeibekannten Dschihadisten in Deutschland in Sonderfällen ihre Kinder entziehen können. Das Grundgesetz schreibt vor, dass Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates stehen. Der Schutz des Kindes kann aber nicht gewährleisten werden, wenn der Vater und die Mutter das Kind so stark beeinflussen, dass es nicht mehr Teil einer funktionierenden Gesellschaft sein kann. Dann ist das keine Beziehung mehr, es ist eine Misshandlung des Kindes. Das Kind wird durch solch eine „Erziehung“ traumatisiert und das gilt es zu verhindern. Kinder und Jugendliche sind die Hoffnung und Zukunft unserer Gesellschaft und dürfen nicht vergiftet werden.

Um unsere innere Sicherheit zu gewährleisten und unsere Kinder vor den Salafisten zu schützen, müssen wir schnell handeln. Deswegen fordere ich ein bundesweites Betätigungsverbot für Salafismus, ein Verbot der Vollverschleierung und die sofortige Abschiebung aller nichtdeutschen Hassprediger und Imame.

Der fundamentalistische Salafismus, der sich an unsere Jugendliche richtet, ist eine der größten Gefahren und Bedrohungen für unsere moderne Gesellschaft und unsere Demokratie. Doch ich bin sicher, mit etwas Mut und etwas Köpfchen werden wir diesen Kampf gewinnen. Packen wir es an!

Aus: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ismail-tipi-klartext/salafismus-und-co-verbieten/ (aufgerufen am 06.02.2019)

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