Hessen kooperiert mit Bayern im Bereich E-Government. Dadurch sollen notwendige Entwicklungen im Bereich des Digitalen Bürger- und Unternehmensservices umgesetzt werden. Eine entsprechende Vereinbarung haben Hessens Innenminister Peter Beuth sowie Bayerns Finanzstaatssekretär Albert Füracker unterzeichnet.

„Die Verwaltungsdienstleistungen sollen zukünftig rund um die Uhr online und auch mobil abrufbar sein. Dadurch können Bürgerinnen und Bürger beispielsweise die Beantragung eines Bewohnerparkausweises oder des Elterngeldes jederzeit vornehmen. Das ist ein wichtiger Schritt in einem digitalen Zeitalter“, freut sich der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Hessen wird den Zugang zu elektronischen Serviceleistungen der Verwaltung durch die Bereitstellung eines Bürger- und Unternehmenskontos vereinfachen. Das geschieht im Rahmen der „Digitalen Verwaltung Hessen 2020“. Damit erfüllt das Bundesland auch eine der ab 2022 gültigen Anforderungen des Gesetzes zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleisten. Im deutschlandweiten Verbund der Verwaltungsportale kann so die hessische Landes- und Kommunalverwaltung künftig einfach, schnell und sicher sowie über 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche möglichst auch mobil erreichbar sein.

„Die Kooperation mit Bayern ermöglicht einen gegenseitigen Austausch über Erfahrungen und bereits vorhandene Programme und deren Entwicklungen. So können beide Bundesländer profitieren, um den Bürgerinnen und Bürgern einen bestmöglichen Service zu bieten“, so Tipi.

Der künftige hessische Bürger- und Unternehmensservice umfasst ein Servicekonto mit elektronischem Postfach und Bezahlmöglichkeit plus ein Antragsmanagement für Online-Verwaltungsprozesse sowie einen leistungsfähigen Web-Shop. Mit diesem Serviceansatz sollen Bürger und vor allem Unternehmen ortsunabhängig die Verwaltung rund um die Uhr elektronisch erreichen können. Der Service ist eingebunden in die Entwicklungen des Bundes und der Länder zum Portalverbund (Online-Bürgerportal, in dem so gut wie alle Dienste der Behörden ansteuerbar sind) entsprechend Onlinezugangsgesetz (OZG) und nutzt die dafür bereits in Hessen bestehende Infrastruktur des neuen Verwaltungsportal Service.Hessen.de und des Hessenfinders.

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