Eine Gruppe von Jugendlichen soll in Nordrhein-Westfalen eine Frau vergewaltigt haben. Den drei 14-Jährigen droht eine Verurteilung von bis zu fünf Jahren. Doch die beiden 12-Jährigen kommen straffrei davon, denn in Deutschland kann man nicht vor Gericht gestellt werden, wenn man unter 14 Jahre alt ist. Für den hessischen Landtagsabgeordneten Ismail Tipi ist dies ein Fall, bei dem auch die jüngeren Täter zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

„Wenn Jugendliche zu Straftätern werden, sollten sie auch entsprechend bestraft werden können. Das gilt meiner Meinung nach gerade auch bei schweren Straftaten wie Vergewaltigung oder Gewaltverbrechen, selbst wenn die Täter jünger als 14 Jahre alt sind. Bei solchen Taten dürfen wir nicht nachlässig sein und die Eltern bzw. das Jugendamt mit den Kindern alleine lassen“, so Tipi.

„Daher sollte man meiner Ansicht nach, diese Regelung ändern und die Strafmündigkeit herabsetzen. Es geht ja dabei auch um die Zukunft dieser Kinder. Ihnen muss frühzeitig über die Jugendgerichtshilfe geholfen und aufgezeigt werden, dass ihr Verhalten im höchsten Maße falsch und nicht rechtens war. Gerade bei schweren Delikten aber auch bei extremistischen, terroristischen Aktivitäten sollten wir von Beginn an einen klaren Strich ziehen.“

Für Tipi gibt es auch einen anderen Bereich, der dabei nicht außer Acht gelassen werden darf. „Radikalislamisten, Fundamentalisten und auch Extremisten werden immer jünger. Daher ist es dringend notwendig, dass auch minderjährige Jugendliche unter 14 Jahren durch den Verfassungsschutz beobachtet und bei entsprechend schweren Taten auch vor Gericht gestellt werden können. Eine Verharmlosung dieser Thematik und Entwicklung wäre jetzt fehl am Platz. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, dass wir offen und ehrlich dem Problem ins Auge sehen und endlich handeln. Dazu gehört auch, die bisherigen Maßnahmen, Vorgehensweisen und Gesetze zu hinterfragen, zu überdenken und wenn notwendig zu ändern. Denn Opferschutz gilt vor Täterschutz.“

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