Mit den Corona-Überbrückungshilfen, die aus Bundesmitteln bereitgestellt und über die Länder beantragt und ausgeschüttet werden, erhalten viele Unternehmen weitere Möglichkeiten finanzielle Engpässe, die ihnen durch die Corona-Pandemie ohne eigenes Verschulden entstanden sind, zu überbrücken.

Anders als bei der Soforthilfe, die beim Regierungspräsidium Kassel beantragt wurde, müssen sich Unternehmerinnen und Unternehmer für einen Antrag auf Überbrückungshilfe an ein Steuerberater-, Wirtschaftsprüfer- oder Buchprüferbüro wenden. Dort werden die Voraussetzungen und Antragsunterlagen geprüft. Anschließend wird der eigentliche Antrag über eine bundesweit einheitliche Software online eingereicht. Die Prüfung der Anträge übernimmt in Hessen das Regierungspräsidium in Gießen. Unterstützt werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kollegen und Kolleginnen aus der Finanzverwaltung. Die Kosten für die Unterstützung der Steuerberaterinnen und Steuerberater können als in dem Programm zuschussfähige Fixkosten angesetzt werden.

„Ich hoffe, dass durch die Corona-Überbrückungshilfen viele weitere Unternehmen durch diese wirtschaftlich schwierige Zeit gerettet werden können“, erklärte der Hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi. „Besonders kleinen und mittelständigen Unternehmen soll mit diesem Programm auf die Beine geholfen werden: Mit den Corona-Überbrückungshilfen werden sie mit Liquidität versorgt, sodass sie sich auf die Wiedererlangung alter Stärke fokussieren können und sich nicht mit Existenzsorgen plagen müssen.“

Voraussetzung für die Auszahlung der Bundesmittel ist ein Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr sowie fortdauernde Umsatzrückgänge von mindestens 40 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten. Anträge können bis Ende August eingereicht werden, antragsberechtigt sind Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler im Haupterwerb. Die Finanzämter Friedberg, Gießen und Marburg werden einen genauen Blick darauf haben, dass die Corona-Hilfen nicht missbraucht oder veruntreut werden, sondern wirklich bei den Unternehmern ankommen, die diese Hilfen dringend benötigen.

Innenminister Beuth erklärte, dass man sich im Regierungspräsidium Gießen bereits auf die Auszahlung der Hilfen vorbereitet habe. 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden hierfür in Zusammenarbeit mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Finanzverwaltung die zusätzliche Arbeit übernehmen, um Schaden für Selbstständige und Unternehmer in Folge der Corona-Krise abzufedern. Sie werden zeitnah Anträge prüfen, damit die Auszahlung der notwendigen finanziellen Hilfe zur Existenzsicherung so rasch wie möglich erfolgen kann.

Weitere Informationen zu den Corona-Überbrückungshilfen, zum Antragsverfahren, den tatsächlich übernommenen Fixkosten durch dieses Bundesprogramm und den einzuhaltenden Fristen hat das Hessische Wirtschaftsministerium unter wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/ueberbrueckungshilfe bereitgestellt.

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