Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat sich dafür ausgesprochen, Eltern zu bestrafen, die ihre schulpflichtigen Kinder im Ramadan zum Fasten verpflichten. Erzwungenes Kinderfasten sollte gesetzlich untersagt und strafrechtlich sanktioniert werden.

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi befürwortet diesen Vorstoß. „Ramadan ist eine wichtige Zeit für Muslime. Allerdings gibt es bezüglich des Fastens Ausnahmen. Nicht jeder muss fasten, beispielsweise Kranke oder Schwangere aber vor allem die Kinder sind ausgenommen. Hier geht es um eine Gesundheitsgefährdung und den Schutz des Kindeswohls, der über allem stehen sollte. Es kann nicht sein, dass Kinder nicht mehr wie gewohnt leistungsfähig sind oder beispielsweise an warmen Tagen nach dem Sportunterricht Kreislaufprobleme auf Grund des Fastens bekommen. Hier sind auch die Eltern gefordert, dass Wohl ihres eigenen Kindes in den Vordergrund zu stellen und sie nicht zum Fasten zu zwingen“, so Tipi.

Es hatten mehrere Schulleiter beklagt, dass das Fasten muslimischer Schüler ihre Mitarbeit im Unterricht negativ beeinflusse. Dieses Jahr fällt der Fastenmonat Ramadan in eine Zeit, in der viele wichtige Prüfungen zu absolvieren sind. Für die Justizministerin greift in solchen Fällen der Schutz des Kindeswohls im Strafgesetzbuch nicht ausreichend. Daher schlägt sie eine Erweiterung des Paragrafen 171 StGB vor.

„Die Zahl muslimischer Schülerinnen und Schüler, die den fasten Monat Ramadan begehen, nimmt kontinuierlich zu. In konservativen muslimischen Familien herrscht oft ein Klima, dass ein Fasten in immer früheren Jahren einfordert. Die Tatsache, dass sie dabei aber weder essen noch trinken, wird insbesondere dann zum Problem, wenn Grundschulkinder und Prüflinge das Fastengebot halten. Wir dürfen daher nicht vergessen, dass das Wohl der Kinder an erster Stelle stehen muss. Gesundheitliche Einschränkungen und Probleme können seitens der Eltern nicht einfach in Kauf genommen werden. Eltern, die zu leichtfertig mit der Gesundheit ihres Kindes umgehen und sie zum Fasten zwingen, sollten daher auch bestraft werden.“

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