„Seit Jahren warne ich davor, die Gefahr, die von Kindern dschihadistischer Familien ausgehen könnte, nicht zu unterschätzen. Wer bereits von klein auf mit den salafistischen und dschihadistischen Ideologien aufwächst, kann für unsere Demokratie zu einer Bedrohung werden. Das haben auch verschiedene Anschläge in Deutschland gezeigt, die von Kindern und Jugendliche verübt wurden, wie der Messerangriff einer damals 15-jährigen auf einen Polizisten in Hannover oder der Anschlag auf den Sikh-Tempel durch drei Jugendliche in Essen. Deshalb müssen wir reagieren und dürfen das Thema nicht verharmlosen“, so der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Jetzt warnt auch Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen davor. Der Bundesverfassungsschutz spricht in diesem Zusammenhang von mehreren Hundert Kindern, die in islamistischen Familien aufwachsen. Besonders dort sei eine schnelle Radikalisierung bereits in jungen Jahren möglich.

„Das kann für unsere Sicherheit zu einem Problem werden. Deshalb dürfen wir vor diesem Thema nicht die Augen verschließen. Es ist wichtig, dass wir früh einschreiten und auch das Jugendamt in diese Fälle einbinden. Die Kinder müssen schnellstmöglich aus diesen Familien geholt werden, damit sie nicht schon von klein auf mit dieser kranken Ideologie aufwachsen und radikalisiert werden. Den Eltern muss außerdem nach rechtsstaatlichen Verfahren das Sorgerecht entzogen werden. Auch sollte man die Grenze für die Überwachung herabsetzen. Es ist wichtig, dass die Sicherheitsbehörden in solchen Fällen agieren können und Jugendliche unter 14 Jahren auch vom Verfassungsschutz beobachten dürfen, bevor es zu spät ist.“

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