Die Möglichkeit der Überwachung von Straftätern und Gefährden in Deutschland geschieht zunehmend mit einer elektronischen Fußfessel. Gerichte machen mittlerweile häufiger von dieser Technik Gebrauch. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann berichtet, dass die dafür notwendigen gerichtlichen Anordnungen im letzten Jahr um fast 20 Prozent auf 116 gestiegen seien. Das zeige, dass die Sicherheitsbehörden dieses Instrument auch bundesweit annehmen.

„Natürlich kann die elektronische Fußfessel kein Ersatz sein, aber eine wichtige Ergänzung zu den anderen Instrumenten der Überwachung. Gerade im Bereich von Gefährdern und auch anderen gefährlichen Straftätern halte ich das für sehr wichtig“, kommentiert der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi diese Entwicklung.

In Hessen leben zwölf Menschen, die eine elektronische Fußfessel tragen. Auch diese werden seit Mitte des Jahres aus Weiterstadt überwacht, wo die sogenannte Gemeinsame Überwachungsstelle der Länder in das dortige Hochsicherheitsgefängnis gezogen ist.

„Die elektronische Fußfessel kann dabei helfen, Gefährder und auch andere Straftäter zu überwachen, ihre Bewegungsabläufe zu beobachten und auch Treffpunkte auszumachen. Das ist sehr wichtig, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Denn klar ist auch: Unsere Behörden können Gefährder und ehemalige Straftäter nicht rund um die Uhr beobachten und verfolgen. Daher ist es nur sinnvoll, wenn wir passende Technologie anwenden, die es den Behörden erleichtert, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Daher hoffe ich, dass wir künftig noch öfters von elektronischen Fußfesseln Gebrauch machen.“

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