In Kassel wurde der Salafismus-Verdacht des ersten islamischen Kindergartens vom Verfassungsschutz bestätigt. Eigentlich wollte die Stadt Kassel den ersten islamischen Kindergarten unterstützen und hatte bereits einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 54.000 Euro bewilligt. Doch der Verdacht hat sich bestätigt: Es gibt mögliche Verbindungen in das salafistische Milieu.

„Laut der Stellungnahme des Verfassungsschutzes sind Eltern des Vereins nachrichtendienstlich bekannt und sollen an einer Reise nach Mekka teilgenommen haben, die vom Hassprediger Pierre Vogel seit Jahren organisiert werden. Außerdem soll auch das pädagogische Konzept ein ‚salafistisches Verständnis des Islams stark in den Vordergrund‘ stellen. Im Fall einer Auflösung wäre ein Verein begünstigt, der der Muslimbruderschaft nahesteht. Das heißt, dass man davon ausgehen muss, dass diese Einrichtung nicht unsere gesellschaftlichen und demokratischen Werte vertritt. Daher sollte sich meiner Meinung nach die Stadt klar gegen diesen Kindergarten stellen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Kinder schon von klein auf mit der salafistischen Ideologie vertraut gemacht werden und in diesem Irrglauben aufwachsen“, fordert der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Bereits Anfang des Jahres wurde vom hr über eine mögliche salafistische Verbindung des Elternvereins MEBI e.V. berichtet, der der Trägerverein der Kita ist. In einer umfangreichen Stellungnahme des Landesamtes für Verfassungsschutz hat sich dies nun bestätigt. In der Gesamtbetrachtung lägen Anhaltspunkte vor, nach denen der Verein als islamistisch beeinflusst einzustufen ist.

„Nach diesem Bericht des Verfassungsschutzes, darf dieser Verein keine öffentlichen Geldern bekommen bzw. der Kindergarten genehmigt werden. Es kann und darf nicht sein, dass mitten unter uns Kinder indoktriniert und für die Ideologien des Salafismus begeistert werden. Deshalb halte ich das für eine wichtige Entscheidung zum Wohle unserer Kinder. Es geht hierbei auch nicht darum, einen muslimischen Kindergarten unter Generalverdacht zu stellen, doch ich erachte es als wichtig, genau zu kontrollieren, welche Inhalte dort vermittelt werden. Deshalb müssen wir genau hinschauen und dürfen nicht blauäugig sein.“

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