„Es ist gut, dass Bilal Gümüs, einer der führenden Salafisten Deutschlands, am Wochenende verhaftet wurde. Schon seit Jahren habe ich gefordert, Ermittlungen gegen ihn und aber auch gegen den Oberhassprediger Pierre Vogel und Ibrahim Abou-Nagie, Initiator des Lies-Projekts, einzuleiten. Nach Medienangaben wollte der 28 Jahre alte Bilal Gümüs nach Istanbul ausreisen. Ihm wird Beihilfe zu einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Es freut mich, dass nun genügend Beweise vorlagen, sodass er am Frankfurter Flughafen festgenommen werden konnte“, so der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

„Seit Tagen habe ich auch über neue Machenschaften des Hasspredigers Pierre Vogel gemeinsam mit seiner rechten Hand Bilal Gümüs berichtet. Unter dem Deckmantel von Pilgerreisen wurden nach eigenen Angaben „Umra und Hadsch Reisen“ mit hunderten Jugendlichen nach Mekka und Medina organisiert. Hier hatten die Hassprediger die Möglichkeit, junge Menschen zu indoktrinieren und mit ihrer kranken Ideologie der Salafisten zu vergiften. Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn in Deutschland fühlen sich die Radikalislamisten und Salafisten beobachtet, aber im Ausland können sie die Themen „Salafismus“, „Scharia“ und „Dschihad“ nach Belieben bearbeiten und damit die Jugendlichen noch mehr radikalisieren. Fernab der Ohren und Augen der deutschen Sicherheitsbehörden kann Pierre Vogel so, ohne sich strafrechtlich in Gefahr zu bringen, seine Hasspredigen halten und möglichst viele Jugendliche für seine Dawa gewinnen“, warnt der CDU-Politiker.

„In diesem Zusammenhang freue ich mich umso mehr, dass nun zumindest einer der Hassprediger verhaftet werden konnte. Gegen ihn soll schon seit langem ein Haftbefehl vorliegen und jetzt hoffe ich, dass weitere Schritte folgen und auch ein Haftbefehl gegen den Hassprediger Pierre Vogel kommen wird. Die Strafverfolgungsbehörden müssen aber nicht nur strafrechtliche, sondern auch steuerrechtliche Ermittlungen einleiten. Bilal Gümüs und auch Pierre Vogel haben beide maßgeblich zur Radikalisierung vieler jungen Menschen in Deutschland beigetragen. Deshalb müssen wir nicht nur Nachfolgeorganisationen des Lies-Projekts, wie „We Love Muhammad“, verbieten, sondern auch Ermittlungen gegen alle Anhänger dieser Vereinigungen einleiten, um zu verhindern, dass noch mehr junge Menschen rekrutiert und radikalisiert werden. Ich hoffe, dass nun auch andere Hassprediger, die die Demokratie und den Rechtsstaat gefährden, strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“

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