Der aus Leipzig stammende Dschihadist Martin L. wurde in Syrien verhaftet. Er war einer der wenigen Deutschen, die nach Syrien gereist waren und dort sogar zu einer Art Führungsfigur aufstieg. Angefangen hatte seine Arbeit für den IS auf der Straße. Dort verteilte er über die Lies-Aktion Korane. Dann ging er zum IS nach Syrien und heiratete eine andere Deutsche, die 15-jährige Leonora.

„Martin L. soll sogar Kontakt gehabt haben zu einem Attentäter, der für Anschläge in Europa verantwortlich war. Er soll an Hinrichtungen beteiligt gewesen sein und selbst mehrere Personen erschossen haben. Das zeigt, wie der Weg eines Jugendlichen verlaufen kann, wenn er in die Fänge der Salafisten gerät, indoktriniert und radikalisiert wird. Ich hoffe, dass er jetzt entsprechend verurteilt wird für seine Taten“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Tipi.

Auch die heute 19-järhige Leonora wurde mittlerweile von Kurden festgenommen. Sie war mit 15 Jahren nach Syrien gereist, um sich dem IS anzuschließen und hat kurze Zeit später Martin L. geheiratet. Laut eigener Aussagen war sie damals erst zum Islam konvertiert und wurde durch die Propaganda in den sozialen Medien rekrutiert. In Syrien brachte sie zwei Kinder zur Welt. Mittlerweile bereut sie ihren Schritt und möchte nach Deutschland zurück.

„Hier müssen wir sehr vorsichtig sein. Sie ist über viele Jahre beim IS gewesen und wurde indoktriniert. Auch ihre Kinder sind so aufgewachsen und kennen unsere Form der Demokratie, der Freiheit und unsere Werte und Gesetze nicht. Auch wenn sie behauptet, ihre damalige Entscheidung zu bereuen, wissen wir nicht, wie es wirklich ist. Es ist wichtig, dass wir auch bei Frauen, die aus Syrien oder dem Irak zurückkehren und sich dort dem IS angeschlossen haben, nicht naiv oder blauäugig sind. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie sie wieder hierher zurückkehren und ein unbehelligtes Leben führen, aber dabei weiterhin Kontakt zum IS haben, Menschen, vielleicht sogar ihre eigene Familie, rekrutieren und radikalisieren und im Irrglauben des IS ihre Kinder großziehen. Deshalb müssen wir mit allen rechtsstaatlichen Mitteln und der nötigen Härte gegen Rückkehrer vorgehen. Sonst können sie oder ihre Kinder eine große Gefahr für unsere Gesellschaft werden.“

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