Die Polizei in Hessen zählte im vergangenen Jahr knapp 9.000 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt. Insgesamt sind laut der hessischen Kriminalstatistik 83 Prozent der Opfer weiblich. Das zeigt einmal mehr: Gewalt gegen Frauen ist immer noch allgegenwärtig.

„Das sind erschreckend hohe Zahlen. Und ich bin mir sicher, die Dunkelziffer ist noch deutlich höher. Daher dürfen wir vor diesem Thema nicht die Augen verschließen und müssen auf das Problem immer wieder aufmerksam machen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi anlässlich des gestrigen internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Wichtig sei dabei vor allem, dass die Frauen den Mut finden, sich Hilfe zu holen. „Nur wenn die Frauen nicht mehr schweigen, sondern das Thema offen ansprechen kann ihnen geholfen werden. Gleichzeitig darf auch die Öffentlichkeit bei solchen Themen nicht betroffen wegsehen. Vielmehr müssen wir häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe aufs Schärfste verurteilen und entschlossen dagegen vorgehen, denn vor allem Opferschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Auch der CDU und der hessischen Landesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, besonders Frauen zu unterstützen und zu schützen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Dazu gehören auch Präventionsförderung und Gewaltschutz. „Wir weiten das hessische Modell der Schutzambulanz aus. Verletzungen können damit gerichtsfest dokumentiert werden. Auch die sensible medizinische Soforthilfe bei Vergewaltigungen wollen wir hessenweit ermöglichen“, so Tipi.

„Es ist unsere Pflicht immer wieder zu verdeutlichen, dass Frauen immer noch häufig Opfer von Gewalt sind und unterdrückt werden. Nach wie vor ist die Anzahl der Gewalttaten gegen Frauen sehr hoch. Dinge, die für uns alltäglich sind, davon können manche Frauen nur träumen. Sie leben wie in einer anderen Welt, mit Zwang und Gewalt. Es ist wichtig, dass wir Solidarität mit ihnen zeigen und sie unterstützen, damit sie ihr Schweigen brechen, sich zu Wehr setzen und einen Weg aus der Gewalt finden.“

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