In Abstimmung mit Kommunen und Kindergartenträgern hat das Land Hessen ein Konzept erarbeitet, um die Kindertagesstätten, Horte und Krippen ab dem 2. Juni im eingeschränkten Regelbetrieb wieder zu öffnen.

„Noch ist das Virus nicht besiegt. Trotz niedriger Infektionszahlen, können wir daher noch nicht wieder in unseren gewohnten Alltag zurückkehren. Mit diesem Konzept sollen jetzt die Eltern aber weiter spürbar entlastet und den Kindern wieder die Möglichkeit gegeben werden, mit Gleichaltrigen den Tag zu verbringen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Auf folgende Punkte haben sich die Kommunalen Spitzenverbände und die Hessische Landesregierung verständigt:

  • Da das Virus weiterhin aktiv ist, kann der Regelbetrieb nur eingeschränkt unter den Maßgaben des Infektionsschutzgesetzes aufgenommen werden.
  • Familien, in denen ein Elternteil einem in der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus definierten Beruf nachgeht und der andere Elternteil ebenfalls berufstätig ist, haben nach wie vor Anspruch auf die Betreuung. Ebenso Kinder berufstätiger und studierender Alleinerziehender und auch diejenigen, deren Betreuung in einer Kindertageseinrichtung aufgrund einer Entscheidung des zuständigen Jugendamts zur Sicherung des Kindeswohls dringend erforderlich ist.
  • Ab dem 25. Mai gilt in Hessen eine Härtefallregelung für diejenigen Familien, für die der Wegfall des Betreuungsangebots in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung eine besondere Härte im Alltag darstellt. Ebenso dürfen ab dem 25. Mai Kinder mit Behinderung in die Notbetreuung. Auch diese Kinder werden weiter betreut.
  • Die weiteren freien Plätze werden von den Trägern der Kindertageseinrichtungen im Rahmen der Betreuungskapazitäten, ggf. in Absprache mit dem Jugendamt vergeben.
  • Das Land legt Hygieneempfehlungen vor, damit die Träger die bestehenden Hygienepläne der Einrichtungen auf die Situation anpassen können.

Die Hessische Landesregierung wird den beschlossenen Rahmen zeitnah in einer Verordnung festhalten. Sozialminister Kai Klose betonte, bei rund 4.300 Kindertagesstätten in Hessen sei es besonders wichtig, den Kommunen den Gestaltungsspielraum zu lassen, den sie benötigen, um die Betreuungsnachfrage und Hygieneregelungen gleichermaßen zu berücksichtigen.

„Wir sind uns dessen bewusst, dass dies nur ein weiterer Schritt ist. Hoffen wir, dass es die Infektionszahlen bald erlauben, wieder in eine normale, reguläre Betreuung zurückzukehren. Bis dahin gilt es aber, gemeinsam einen verantwortungsvollen Weg zu bestreiten, damit die Infektionszahlen nicht wieder stiegen und weitere Lockerungen möglich sind.“

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