Am Wochenende wurden in einer Moschee in Bremen ungefähr 50 Ausgaben des Korans zerrissen und teilweise sogar in die Toiletten gestopft. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, noch sind die Täter unbekannt. Es wird noch geprüft, ob ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund vorliegt.

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi ist erschüttert über diese Tat. „Ich bin schockiert über diesen islamfeindlichen Vorfall in Bremen. Eine mutwillige Zerstörung des Korans ist ein absolutes No-Go. Es handelt sich hierbei immerhin um die Heilige Schrift der Muslime. Solch eine Art der Zurschaustellung von Hass kann ich nur aufs Schärfste verurteilen. Ich hoffe, dass die Täter bald gefunden und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden“, so Tipi.

Immer wieder kommt es zu solchen Angriffen. Erst kürzlich wurde vor eine Moschee in Mönchengladbach ein abgetrennter Schweinskopf abgelegt und fremdenfeindliche Symbole entdeckt. Auch in Hessen, in einer Kasseler Moschee, kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Hier wurde eine Moschee mit Steinen beworfen und beschädigt und sogar Fenster zerstört.

„Religion sollte eigentlich etwas Verbindendes sein. Bei all den Unterschieden, die es zwischen dem Christentum, dem Judentum und dem Islam gibt, so sind es doch die drei großen abrahamitischen Buchreligionen, die in vielen Werten ähnlich sind. Niemand sollte sich wegen seines Glaubens schämen oder gar fürchten müssen. Wir dürfen daher auf keinem Auge blind sein und müssen entschieden gegen diese Art des Extremismus, aber auch gegen jede andere Form von extremistischer Gewalt, ganz gleich aus welcher Richtung, vorgehen. Wir leben in einem Land mit Religionsfreiheit, die wir auch entschieden verteidigen müssen. Ob Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus, Hetze gegen Menschen anderer Religionen, Kulturen oder anderer Nationalitäten – all das hat hier bei uns nichts zu suchen.“

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