„Das Corona-Virus und seine rasante Ausbreitung bringen Herausforderungen in einem Ausmaß mit sich, dass wir so seit langem nicht mehr erlebt haben“, bestätigt der Hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi die Wahrnehmung vieler Bürgerinnen und Bürger. „Um die negativen Folgen für die Wirtschaft und damit letztendlich für alle Unternehmen, Selbstständige und Angestellte abzufedern, haben die Hessische Landesregierung und die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Ich möchte alle Entscheidungsträger in den Unternehmen ermutigen, die angebotenen finanziellen Entlastungen und Unterstützungen anzunehmen und somit einen Beitrag zu leisten, das Einkommen vieler Beschäftigter zu sichern und gemeinsam diese Krisenzeit zu überstehen.“

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld, den die Bundesregierung in ihrem „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ beschlossen hat: Für alle Unternehmen und Betriebe, in denen mindestens 10 Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfällen betroffen wären, besteht die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit ist zentral für die Beantragung und Auszahlung zuständig. Durch das Kurzarbeitergeld werden 60 Prozent des Nettogehalts fortgezahlt, bei Arbeitnehmern mit Kindern sogar 67 Prozent. Dadurch sollen Kündigungen und Arbeitslosigkeit verhindert und das Haushaltseinkommen zahlreicher Bürger und Familien gesichert werden.

„Viele Unternehmen kommen durch ausfallende Aufträge oder Stornierungen in Folge des Corona-Virus in eine erhebliche finanzielle Schieflage, wobei ihnen gar die Insolvenz drohwn kann. Ich denke hierbei besonders an Hotels, Gaststätten, Reiseveranstalter und viele weitere Unternehmen. Um eine Zahlungsunfähigkeit dieser Unternehmen zu verhindern, stellen sowohl die Bundesregierung über ihre Förderbank KfW als auch die Hessische Landesregierung über die WIBank zahlreiche Liquiditätshilfen, beispielsweise in Form von Krediten oder Bürgschaften, zur Verfügung. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat unter anderem hierfür einen Vorschlag für einen Nachtragshaushalt im Umfang von einer Milliarde Euro erarbeitet, der nun dem Hessischen Landtag zur Abstimmung vorgelegt wird“, erläutert Tipi weitere Maßnahmen.

Mit dem Nachtragshaushalt soll unter anderem der Garantie- und Bürgschaftsrahmen des Landes um 3,5 auf dann 5 Milliarden Euro erhöht und somit ein wirkungsvoller Schutzschirm für die hessische Wirtschaft gespannt werden. Auch auf steuerlicher Ebene wurden Maßnahmen zur Steigerung der Liquidität in den betroffenen Unternehmen ergriffen: Bereits getätigte Sondervorauszahlungen der Umsatzsteuer können auf formlosen Antrag kurzfristig zurückerstattet werden und so Entlastungen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro für die Wirtschaft bringen. Über diese und weitere Maßnahmen informiert das Hessische Wirtschaftsministerium unter wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/coronahilfen-fuer-unternehmen und die Deutsche Bundesregierung unter www.bmwi.de//Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html.

Weitere Anlaufstellen für Unternehmen können sein:

Bürgschaftsbank Hessen: bb-h.de/corona/

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen: www.wibank.de/wibank/corona

Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

„Ich bin überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen werden, wenn alle Beteiligten besonnen reagieren, Verständnis füreinander zeigen und aufeinander Acht geben. Gerade in diesen Zeiten sind kreative und neue Lösungen für unser Zusammenleben und -arbeiten gefragt. Wir können diese finden und gestalten. Dazu rufe ich uns alle auf.“

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