Nach der Verhaftung des Salafisten Bilal Gümüs am vergangenen Freitag liegt nun die Anklageschrift gegen ihn vor. Laut Medieninformationen wurde diese bereits im September vergangenen Jahres formuliert. Es wird vermutet, dass sich der 28-jährige Frankfurter durch die geplante Ausreise in die Türkei dem Strafverfahren entziehen wollte.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass unsere Sicherheitsbehörden genau wussten, wann sie zugreifen mussten. So war es möglich, eine Ausreise zu verhindern, sodass sich dieser Hassprediger Bilal Gümüs nun vor Gericht verantworten muss“, zeigt sich der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi erfreut über die Festnahme.

Wann genau der Prozess beginnt, ist noch unklar. Bilal Gümüs wird eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorgeworfen. Er soll einen 16-jährigen Schüler durch die Lies-Aktion radikalisiert und ihm geholfen haben, nach Syrien zu reisen, um sich der Terrororganisation IS anzuschließen. Dort kam der Jugendliche bei Kampfhandlungen ums Leben.

„Mit der Verhaftung von Bilal Gümüs haben wir deutlich gemacht, dass die Sicherheitsbehörden wachsam sind und sobald genügend Beweise vorliegen auch zugreifen. Ich hoffe, dass demnächst auch die anderen Salafisten, die unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat bekämpfen und durch die Scharia ersetzen wollen, bald zur Rechenschaft gezogen werden und sich vor einem Gericht für ihre Taten verantworten müssen. Allen voran muss auch der Oberhassprediger Pierre Vogel genau überprüft werden. Er ist einer der Drahtzieher. Er behauptet zwar, immer friedlich zu sein und keine Probleme zu machen, doch er ist ein geistiger Brandstifter. Er hat bereits zahlreiche Jugendliche rekrutiert und radikalisiert und er hört damit nicht auf. Im Gegenteil, er sucht immer wieder neue Wege, um noch mehr Menschen für den Salafismus und den Dschihad zu gewinnen. Auch er muss dringend straf- und auch steuerrechtlich zur Verantwortung gezogen werden“, fordert Tipi abschließend.

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