„Der Fall in Ravensburg, bei der eine junge Frau von ihrem Ehemann und ihrem Bruder schwer verletzt wurde, ist sehr bestürzend. Grund für diese Tat soll gewesen sein, dass sie die Ehre der Familie verletzt habe. Der Vater verweist dabei auf die Scharia und Aussagen eines islamischen Richters. Solche Taten müssen wir aufs schärfste verurteilen und deutlich machen, dass solch ein Verhalten bei uns in Deutschland, nach unseren Gesetzen nicht erlaubt und hart bestraft wird“, so der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Das 17-jährige Mädchen war mit einem 17 Jahre älteren Mann nach islamischen Recht verheiratet worden. Der Tat vorausgegangen war dann ein Verhältnis der jungen Frau mit einem anderen Mann. Dem Ehemann, der aus Syrien stammt, und dem libanesischen Bruder wird nun gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Das Gericht spricht von einem Strafverfahren wegen eines Ehrenmordversuches.

„In so einem Fall dürfen wir nicht nachlässig sein. Eine Paralleljustiz und Verurteilung einer Person zum Tode, fernab von jeglicher Rechtsprechung, darf es hier bei uns nicht geben. Jede Handlung auf Grundlage der Scharia, vor allem sogenannte Ehrenmorde, müssen bestraft werden. Hier sind auch die Richter und Gerichte aufgefordert, nicht nachlässig zu sein“, fordert Tipi abschließend.

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