Die Mietverträge für Hessens sechstes Haus des Jugendrechts wurden jüngst unterzeichnet, wie die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann mitteilte. Damit wird das Erfolgsmodell in Kassel fortgesetzt und ein weiterer Schritt zur effektiven Bekämpfung von Kriminalität ganz besonders auch Jugendkriminalität unternommen.

Das Hessische Ministerium der Justiz wird im Kasseler Haus der Jugend die Federführung übernehmen und auch rund drei Viertel der Kosten von über einer Millionen Euro für das Projekt tragen. In dem Haus des Jugendrechts in Kassel sollen rund 15 Beamtinnen und Beamte, drei Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie sieben Beschäftigte der Jugendgerichtshilfe unter einem Dach zusammenarbeiten. Nach den nötigen Umbaumaßnahmen könne mit einer Eröffnung im ersten Halbjahr 2021 gerechnet werden, teilte Hessens CDU-Justizministerin Eva Kühne Hörmann mit.

„Ein Erfolgsmodell wird mit dem sechsten Haus des Jugendrechts fortgesetzt“, freut sich auch ihr Parteikollege Ismail Tipi, der sich als Landtagsabgeordneter und Integrationsexperte intensiv mit Fragen der Kriminalität und der inneren Sicherheit befasst. „Durch die gute Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und Jugendhilfe, die im Haus des Jugendrechts unter einem Dach zusammenkommen, kann ein effektives Netz im Kampf gegen Jugendkriminalität gespannt werden. Jugendliche können mit Präventionsangeboten davor bewahrt werden, auf die ‚schiefe Bahn‘ zu kommen und in die Straffälligkeit abzurutschen. Zugleich können straffällig gewordene Jugendliche unterstützt werden, damit sie einen Ausweg aus der Kriminalität finden können, anstatt eine Gauner-Karriere zu beginnen. Dass dieser Ansatz nicht nur erfolgsversprechend, sondern sehr erfolgreich ist, zeigen die bereits bestehenden Häuser des Jugendrechts in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach.“

Das Ziel der Einrichtungen ist dabei, die behördenübergreifende Zusammenarbeit, die Gewährleistung schneller und gründlicher Bearbeitung von jugendstrafrechtlichen Verfahren zu optimieren, und - wo es möglich ist - die Verfahrensdauer zu verkürzen. Nach der Konzeption werden grundsätzlich alle Delikte und Vermisstenfälle bearbeitet und insbesondere auch personenbezogene Ermittlungen gegen BASU21 („Besonders Auffällige Straftäter Unter 21“) und MIT (Mehrfach-/Intensivtäter) geführt. Ausnahmen gelten unter anderem für Fälle schwerer Kriminalität.

Weitere Informationen zu den Hessischen Häusern des Jugendrechts lassen sich auf der Webseite des Hessischen Justizministeriums unter hausdesjugendrechts.hessen.de abrufen.

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