Kinder von IS-Angehörigen aus Syrien sollen jetzt nach Deutschland geholt werden. Dazu hat sich laut Medienberichte die Bundesregierung bereit erklärt. Man sei darum bemüht, besonders schutzwürdige Kinder aus den dortigen Flüchtlingslagern herauszuholen, so das Auswärtige Amt.

„Wenn die Kinder deutsche Staatsangehörige und vor allem in schlimmen Verhältnissen untergebracht sind, kann ich nachvollziehen, dass sie nach Deutschland zurückgeholt werden sollen. Allerdings müssen wir hier sehr vorsichtig sein, müssen als Staat das Sorgerecht übernehmen und dafür sorgen, dass die Kinder auch demokratisch erzogen werden. Denn wir dürfen nicht vergessen, in welchem Umfeld und mit welchen Ideologien und Ansichten diese Kinder zum größten Teil aufgewachsen sind. Wenn wir sie dann hierher zurückholen, müssen wir auch dazu beitragen, dass sie sich in unserer demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft einfinden und integrieren“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Für ihn ist diese Vorsicht sehr wichtig, denn er sieht sonst Probleme für die Zukunft auf Deutschland zukommen. „Wenn wir Kinder aus Syrien zurückholen und nicht darauf achten, bei wem sie hier großgezogen werden, können sie leicht wieder in alte Milieus zurückkehren und nach Scharia-Rechten und der salafistischen, fundamentalistischen Ideologie des IS aufwachsen. Wenn man von klein auf damit konfrontiert ist, wird es später sehr schwer, sie in die Gesellschaft zurückzuholen. Deshalb dürfen wir nicht den Fehler machen und zu blauäugig mit ihnen umgehen. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.“

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