Laut einem Gesetzentwurf soll künftig an vielen öffentlichen Orten in Deutschland ein vollständiges Verbot von Messern möglich sein. Mit dieser Änderung des Waffengesetzes befasst sich der Bundesrat am kommenden Freitag. Grund dafür ist die hohe Anzahl an Angriffen mit Stichwaffen. Geplant sind mögliche Verbotszonen wie etwa in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, öffentlichen Verkehrsmitteln oder rund um Kindergärten und Schulen.

„Damit könnte man dann auch das Führen von Messern untersagen. Natürlich können wir keine hundertprozentige Sicherheit schaffen. Trotzdem sehe ich solche Waffenverbotszonen positiv. Sie schaffen ein Mehr an Sicherheit und geben der Polizei die Möglichkeit, zielgerichtet zu kontrollieren und gegen diejenigen, die unerlaubt eine Waffe tragen, vorzugehen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Die Behörden sollen nicht nur an Brennpunkten von Kriminalität, Waffenverbotszonen erlassen dürfen, sondern auch an stark frequentierten Orten. Springmesser und feststehende Messer mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimetern sollen demnach künftig überhaupt nicht mehr in der Öffentlichkeit mitgeführt werden dürfen. Bei Zuwiderhandlung kann das Messer beschlagnahmt werden, sowie ein Bußgeld oder sogar eine Freiheitsstrafe drohen.

„In Wiesbaden gibt es bereits eine Waffenverbotszone in der Innenstadt. Bereits im letzten Jahr hatte der hessische Innenminister Peter Beuth die nötigen Voraussetzungen dafür geschaffen. So können hessische Kommunen solche Waffenverbotszonen an bestimmten Straßen, Wegen oder Plätzen einrichten. Wichtig ist dabei aber auch, dass solche Verbote durch einen erhöhten Kontrolldruck und eine starke Präsenz der Ordnungsbehörden einhergehen. Waffen haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Deshalb müssen wir alles daransetzen, dass es erst gar nicht zu Messerangriffen kommen kann.“

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