Am 3. Oktober 1990 ist es soweit: Die Teilung der Bundesrepublik Deutschland wird offiziell überwunden. An diesem Tag tritt die DDR formell dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei, das somit fortan die Verfassung des ganzen deutschen Volkes bildet. Heute, 29 Jahre später, können wir voller Stolz und voller Ehrfurcht auf diesen Tag zurückblicken.

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit erklärt Ismail Tipi, Landtagsabgeordneter der CDU-Fraktion in Hessen: „Was an diesem 3. Oktober vor neunundzwanzig Jahren geschehen ist, die Vollendung der friedlichen Revolution und die Wiederherstellung der Einheit des gesamten deutschen Volkes, ist heute Anlass für große Freude. Durch die friedliche Revolution der Massen in der DDR wurde das SED-Regime in die Knie gezwungen. Das konnte nur durch den entschiedenen Protest einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung friedvoll von Statten gehen, die unerschütterlich an die Ideale von Freiheit und Brüderlichkeit glaubte – trotz oder auch gerade wegen der schrecklichen Erfahrungen in der Zeit des SED-Unrechtsstaates.“

Der Abgeordnete weiß: „Wir können stolz sein, wie das frisch geeinte Deutschland die große Aufgabe der Wiedervereinigung angegangen ist. Aus zwei Nationen wurde eine, dafür mussten Grenzen und Mauern überwunden und eingerissen werden – sowohl im Realen als auch in den Köpfen. Bis heute wirkt diese Herausforderung für uns alle nach: Noch immer gibt es viele Menschen, die Deutschland in West und Ost teilen wollen und leider hört man auch vermehrt wieder Sätze wie ‚wenn ich mir das so ansehe, dann wäre es besser, wenn die Mauer wieder steht.‘ Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, lassen Sie mich eines klar stellen: Spaltung, Teilung und Abgrenzung sind nicht die Antworten, die wir in den drängenden Fragen unsere Zeit finden müssen. Die großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts können wir nur gemeinsam bestehen.“

„Unser Zusammenhalt als Nation, als geeintes Deutschland, als starke Stimme in Europa und der Welt wird zukünftig immer mehr gefordert sein. Lassen Sie uns deshalb diesen Tag zum Anlass nehmen, das zu betrachten, was uns eint: Freiheit, Brüderlichkeit, Rechtsstaatlichkeit. Lassen Sie uns gemeinsam an die mutigen Frauen und Männer denken, die diese Einheit erkämpft haben – gegen alle Widrigkeiten. Nehmen wir sie als Vorbilder, täglich neu für die Einheit unserer Gesellschaft zu kämpfen und jeden Tag kleine Schritte aufeinander zuzugehen. Die Deutsche Einheit ist ein historischer Glücksfall für unser Land – Wir dürfen nicht zulassen, dass ein aufkeimender Populismus diese Errungenschaft schlecht macht. Auch daran erinnert uns der heutige Festtag.“

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