Die letzte Sitzung des Landesfachausschusses „Integration“ der CDU Hessen in diesem Jahr zum Thema „Gesellschaftliche und politische Beteiligung junger Migranten“ fand großen Anklang. Der Vorsitzende des Ausschusses, Ismail Tipi, hatte dazu den Referenten Sebastian Sommer, Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, nach Obertshausen eingeladen.

Eine Besonderheit gab es zu Beginn der Veranstaltung. Der Landesvorstand der CDU Hessen hatte auf seiner vorletzten Sitzung beschlossen, auf Vorschlag der Jungen Union den Referenten für „Soziales und Sport“ im Landesvorstand der Jungen Union Hessen, Max Breitenbach, als stellvertretenden Vorsitzenden des Landesfachausschusses „Integration“ zu benennen. Gerne kam Tipi dem nach und führte daher Herrn Breitenbach offiziell ein.

Anschließend sprach der Gastreferent Sebastian Sommer vor allem darüber, was aus Sicht der jungen Generation wichtig bei der Integration der Menschen ist. Er machte deutlich, dass eine essentielle Grundlage die Akzeptanz unseres Rechtssystems und des Grundgesetzes sei. Jeder, der hier leben wolle, müsse die freiheitlich-demokratische Grundordnung achten, genauso wie die Meinungs- und Pressefreiheit, die Religionsfreiheit und auch die Gleichheit von Mann und Frau sowie die Trennung von Staat und Kirche.

„Besonders machte Sommer auch deutlich, wie wichtig verpflichtende Sprachkurse für Migranten aber auch Wertekurse sind. Außerdem sieht er die Flüchtlinge in der Pflicht, sich gesellschaftlich einzubringen durch gemeinnützige Arbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten. Dem kann ich nur beipflichten. Es ist wichtig, dass die Migranten verstehen, welch hohen Stellenwert das Ehrenamt bei uns hat“, stimmte der integrationspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion Ismail Tipi den Ausführungen zu.

„Gleichzeitig müssen wir auch darauf achten, dass die Migranten unsere Werte akzeptieren. Es dürfen sich keine Parallelstrukturen entwickeln. Dazu ist es aber auch dringend erforderlich, dass wir unsere Werte leben, denn wenn wir es nicht tun, können wir es auch von anderen nicht erwarten. Die radikalislamistischen Tendenzen sind zwar kein neues Phänomen, aber dennoch haben wir über viele Jahre unter falschverstandener Toleranz und Multi-Kulti-Romantik zu vieles zugelassen. Wir müssen mit aller nötigen Härte gegen den Extremismus vorgehen. Wichtig ist dabei die Demokratisierung im Kopf, das heißt am Ende ist es egal, ob man das Wort „Kuffar“ oder „Ungläubige“ benutzt und auf welcher Sprache man sich ausdrückt, wichtig ist die innere Einstellung. Nur wenn diese stimmt, kann die Akzeptanz der Demokratie und unserer Werte gelingen“, so der CDU-Politiker.

Nach dem Vortrag des Referenten Sommers kam eine rege Diskussion auf. Sie machte deutlich, wie vielfältig dieses Thema ist. Abschließend bedankte sich Tipi bei allen Teilnehmern der Sitzung, allen voran bei Sebastian Sommer für die interessanten Impulse und Sichtweisen.

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