Bereits zum fünften Mal prämiert die Hessische Landesregierung herausragende Arbeit, die sich mit den Themen Vertreibung, Aussiedlung und Eingliederung der Vertriebenen sowie Spätaussiedler oder der Kultur der Vertreibungsgebiete befasst. Anlässlich der Feierstunde zum Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation soll die Preisverleihung unter dem Leitwort „Zukunft braucht Erinnerung“ am 15. September erfolgen.

„Noch bis Ende Juli können Bürgerinnen und Bürger an dieser Ausschreibung teilnehmen, die sich in diesem Bereich engagieren. Mit dem Preis wollen wir daran erinnern, dass viele Menschen, die hier in Hessen leben, selber einmal Flucht und Vertreibung erlebt haben oder Angehörige haben, die dieses Schicksal erleiden mussten. Daran sollten wir uns stets erinnern und auch dafür sorgen, dass Brauchtum und Kulturen der Betroffenen nicht in Vergessenheit geraten“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

Es sind bereits einige Arbeiten eingegangen. Weitere Eingaben nehmen die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf und ihr Team noch bis zum 31. Juli 2019 entgegen. Sie können geschickt werden per Post an:

Hessischen Ministerium des Innern und für Sport
Friedrich-Ebert-Allee 12
65185 Wiesbaden
oder per Mail an: landespreis@hmdis.hessen.de.

Seit 2011 wird der Preis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“ für herausragende wissenschaftliche, kulturelle oder literarische Leistungen aus dem Themengebiet Heimatvertriebene und Spätaussiedler vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert und kann auch auf mehrere Werke aufgeteilt werden.

„Eine erfolgreiche Integration und ein friedliches Zusammenleben in Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Das merken wir leider gerade auch in der heutigen Zeit. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nie auf die leichte Schulter nehmen sollten. Umso wichtiger ist es, Menschen dafür auszuzeichnen, wenn sie sich in besonderer Weise engagieren. Daher kann ich alle nur ermutigen, die sich mit Flucht, Vertreibung und Eingliederung von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern befassen, sich noch für diesen Preis zu bewerben.“

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