Der Anschlag in Burkina Faso, bei dem mindestens 17 Menschen starben und acht Menschen verletzt wurden, hat abermals gezeigt, dass die Dschihadisten fast täglich irgendwo auf der Welt zuschlagen. Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi warnt deshalb schon seit Jahrzehnten vor einer militanten, terroristischen Vernetzung der Salafisten, auch hier in Deutschland.

„Der Hassprediger Pierre Vogel ist einer der Hauptgefährder für unsere Kinder und Jugendlichen. Es ist zwar schon einige Zeit her, aber er war es, der vor einigen Jahren dazu aufgerufen hat, hunderttausend (100.000) geheime Dawa-Zentren zu gründen, um am Ende auch in Europa einen Scharia-Staat zu errichten. Salafisten sollen ihre Wohnzimmer, Jugendzimmer oder auch zum Teil Kinderzimmer als Logistikzentralen und Treffpunkte für die Dawa zur Verfügung stellen. Diese Zentren sollen genutzt werden, um den Mitstreitern einen Versammlungsraum zu bieten, Propagandamaterial zu produzieren und zu verteilen und um weitere Mitstreiter zu gewinnen. Das ist eine typische Art und Weise, wie die Salafisten sowie alle anderen Terrororganisationen aus kleinen Zellenstrukturen dann ein großes Terrornetzwerk aufbauen. Und das sind sehr gefährliche Strukturen, da sie nahezu unkontrollierbar sind und es für den Geheimdienst und die Sicherheitsbehörden nur sehr schwer ist, jede einzelne Wohnung oder Zelle zu beobachten.“

Pierre Vogel hatte damals alle seine Anhänger, die weder in der Familie, noch in der Schule oder auf der Arbeit Unterstützung für ihre religiösen Ziele fanden, dazu aufgerufen sich so zu organisieren. Sie sollten beispielsweise ihr Jugendzimmer zu solchen Dawa-Zentren ausbauen und Gleichgesinnte einladen. Damit erhoffte er sich, noch mehr Jugendliche für die salafistische Dawa, möglichst in den eigenen vier Wänden, zu gewinnen. Im Falle eines Falles könnte eine allgemeine Mobilisierung solcher Zellenstrukturen die Sicherheit in Deutschland sehr stark gefährden. Damit wären unsere Demokratie, unser Rechtsstaat und auch die gesellschaftlichen Werte mitgefährdet.

„Wir müssen in Deutschland hellwach sein. Der Salafismus und der IS sind unberechenbar. Das zeigen sie uns immer wieder. Der Radikalislamismus schreckt nicht davor zurück, Anschläge auf öffentlichen Plätzen und Straßen zu begehen. Das ist heute sogar schon mit LKWs oder Autos möglich. Gleichzeitig versucht er aber auch immer wieder mit Bomben und Sprengsetzen bestimmte Ziele schwer zu treffen. Der IS und die fundamentalistischen Dschihadisten schrecken vor nichts zurück. Deswegen können solche kleinen Zellenstrukturen für unsere innere Sicherheit sehr gefährlich sein. Wir dürfen diese Gefahr nicht unterschätzen. Der heutige dschihadistische Salafismus ist bereits eine große Gefahr und Bedrohung für unser Land. Deshalb müssen wir diese logistischen Strukturen schon im Keim ersticken. Die Verantwortlichen müssen strafrechtlich verfolgt werden. Die Zeit, in denen sich die Salafisten vereinzelt in Hinterhöfen getroffen haben, ist längst vorbei. Wir müssen die neuen Strukturen der Gefahr erkennen und dürfen diese geheime Zellen unter uns nicht dulden.“

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