Im Dezember letzten Jahres versuchte ein 13-jähriger Junge zweimal in Ludwigshafen am Rhein ein Attentat zu verüben. Er hatte einen Rucksack mit einer selbst gebauten Zündvorrichtung nahe dem Rathaus deponiert. Auch auf dem Weihnachtsmarkt hatte er versucht eine Nagelbombe zu zünden. Glücklicherweise schlugen beide Versuche fehl. Danach wurde das Jugendamt eingeschaltet und er wurde an einem unbekannten Ort betreut.

„Nach Medienberichten soll einer der Betreuer des Jungen selbst der islamistischen Szene angehören. Das ist natürlich fatal. Anstatt ihn zu deradikalisieren hat dieser den 13-Jährigen vermutlich noch weiter mit salafistischem Gedankengut „infiziert“. Sowas darf nicht passieren“, so der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Nach dem das Landeskriminalamt Erkenntnisse durch eine Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfung erhalten hatte, dass eine Nähe zu salafistischen Kreisen besteht, veranlasste das rheinland-pfälzische Jugendministerium sofort, dass der Betreuer abgezogen wurde.

„Aus diesem Fall müssen jetzt schnell Konsequenzen gezogen werden. Es kann nicht sein, dass ein Betreuer bereits 6 Wochen für den Jungen zuständig war, bevor die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfung abgeschlossen ist. Gerade in so einem Fall müssen die Behörden dafür Sorge tragen, dass der Junge schnellstmöglich der radikalislamistischen Szene entzogen wird. Der Betreuer wurde von einem freien Jugendhilfeträger eingesetzt. Ich frage mich auch, warum nicht schon vorher bemerkt wurde, wen der Jugendhilfeträger dorthin schickte. Grundsätzlich sollte noch vor einer Neueinstellung eine Überprüfung stattfinden. Die Salafisten wissen nur zu gut, wo sie sich einbringen und ihre Leute einsetzen können, um weitere Jugendliche mit ihrer kranken Ideologie zu vergiften und unseren Bemühungen entgegenzuwirken.“

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