Vor zwei Jahren kam es zu einem Anschlag auf einen Sikh-Tempel in Essen. Verantwortlich dafür waren drei Jugendliche, die radikalisiert wurden. Einer davon hat nun sein Schweigen gebrochen und beschuldigt den Hassprediger Abu Walaa, die Jugendlichen radikalisiert und den Anschlag abgesegnet zu haben.

„Der Hassprediger Abu Walaa ist für zahlreiche Radikalisierungen von Jugendlichen verantwortlich. Ermittlungsakten zufolge soll er sogar Kontakte bis in die oberste Führungsriege des IS haben und in Deutschland somit eine zentrale Führungsfigur sein. Er ist einer der gefährlichsten radikalen Islamisten. Er hat zahlreiche Jugendliche rekrutiert und radikalisiert. Mit dieser belastenden Aussage des Essener Jugendlichen würden sich diese Vorwürfe bestätigen, was auch für den laufenden Prozess gegen Abu Walaa hilfreich wäre“, so der hessische Landtagsabgeordnete der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

„Solche Aussagen können aber auch sehr wichtig sein, um die Vorgehensweise der Salafisten und Hassprediger besser zu verstehen, zu kennen sowie auch Netzwerke zu ermitteln. Wir müssen damit auch den anderen Jugendlichen klarmachen, was es bedeutet, dem IS anzugehören, welche Risiken und Gefahren das birgt, dass auf ein Gefühl der Euphorie, erzeugt durch das Zureden der Hassprediger und Salafisten, schnell auch Ernüchterung folgt, Straftaten und Gefängnisaufenthalt. Wir müssen dafür sorgen, dass wir diese Netzwerke zerschlagen und den Salafisten und Hasspredigern keine Möglichkeit bieten, unbemerkt und ungehindert Jugendliche zu radikalisieren und für Anschläge auf unser Land anzustacheln.“

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