Nach Informationen des Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, konnten im vergangenen Jahr in 8.400 mutmaßlichen Kinderpornografie-Fällen die Täter nicht ermittelt werden. Grund dafür waren fehlende Daten. Daher fordert Präsident Münch nun eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung.

„Es wurden den deutschen Behörden immer wieder Hinweise auf mögliche Fälle übermittelt, vor allem durch die USA. Doch da die E-Mail oder IP-Adressen nicht lange gespeichert werden dürfen, scheiterten Ermittlungen oft. Es ist aber auch die Pflicht des Staates, seine Bürger so gut es geht zu beschützen. Es kann nicht sein, dass auf Grund der fehlenden Daten so viele Fälle nicht aufgeklärt werden können. Immerhin geht es vor allem hierbei um den Schutz unserer Kinder“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Bei einer Vorratsdatenspeicherung müssten die Netz-Provider bestimmte Daten für einen definierten Zeitraum speichern. Sollte ein Verdacht auf eine Straftat bestehen, kann die Polizei auf diese Daten zurückgreifen. Vor allem die IP-Adresse ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung, um zu wissen, von welchem Computer eine Tathandlung ausgeht.

„Ich denke, dass die Vorratsdatenspeicherung sehr wichtig zur Straf- und aber auch zur Terrorbekämpfung ist. Dabei ist es nicht leicht, sowohl einer wirksamen Kriminalitätsbekämpfung als auch einem angemessenen Datenschutz gerecht zu werden. Doch gerade die Speicherung von Daten kann für die Sicherheitsbehörden ein wichtiges Instrument sein, um Straftaten aufzuklären und zu verfolgen.“

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