Die Stadt Frankfurt plant so schnell wie möglich die Sicherheitseinrichtungen auf den beliebten Stadtplätzen, wie dem Opernplatz und der Hauptwache und später auch der Konstablerwache und dem Römerberg zu verstärken. Als Mittel möchte sie absenkbare Poller benutzen, um terroristische Angriffe mit Fahrzeugen zu verhindern. Die versenkbaren Poller werden im Gegensatz zu den schweren Barrikaden aus Beton bevorzugt, da sie das Stadtbild besser erhalten. Obwohl es keine konkreten Hinweise auf mögliche Anschläge gibt, sichert die Stadtverwaltung diese Plätze, da sie Verkehrsknotenpunkte und oft Orte für Großveranstaltungen sind.

„Ich kann auf der einen Seite diese Maßnahmen gut verstehen, denn es ist auch Aufgabe der Stadt die Bewohnerinnen und Bewohner, sowie auch die zahlreichen Touristen und Besucher zu schützen. Doch gleichzeitig ist das eine traurige Realität“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi. „Diese Schutzvorkehrungen geben einem das Gefühl, sich nicht mehr frei bewegen zu können. Sie zeigen uns auch unsere Verletzlichkeit auf.“

Für ihn ist gerade die Angst eine der größten Waffen. Er wünscht sich eine freie Gesellschaft, die in Frieden leben kann. „Ich möchte in Freiheit leben und ohne Angst. Betonklötze und Container als Absperrungen passen nicht in dieses Bild. Doch sie müssen sein, um den größtmöglichen Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Deswegen fordere ich aber auch auf, uns mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln zur Wehr zu setzen gegen den Terror. Wir dürfen nicht kapitulieren, denn sonst hat das Böse gewonnen. Deshalb müssen wir für unsere Demokratie und Freiheit einstehen, damit wir in der Zukunft solche Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr brauchen.“

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