Am heutigen Holocaust-Gedenktag YomHaSchoah gedenken wir der Opfer der Shoah und der Kämpferinnen und Kämpfer des jüdischen Widerstandes. Die Claims Conference, die sich für die Durchsetzung von Ansprüchen von Holocaust-Überlebenden einsetzt, erinnert mit der Kampagne zum heutigen Gedenktag „It started with words“ (Es begann mit Worten), dass der Holocaust nicht aus dem Nichts kam und dass Hasspropaganda im nationalsozialistischen Deutschland dem Massenmord an den europäischen Juden vorausging.

„Was Hassreden und Propaganda bewirken können, merken wir auch heute immer wieder, wenn auch in einem anderen Ausmaß. Der Hass, das Diffamieren der Juden, all das gipfelte letztendlich in den Morden an Millionen Juden. Wenn wir an die schrecklichen Geschehnisse von damals denken, muss uns bewusst sein, dass auch heute Hass, Vorurteile, Rassismus und Antisemitismus unter uns grassieren und sich durch die sozialen Medien schneller und oft auch unwidersprochen verbreiten. Worte können sehr verletzend sein. Sind sie einmal ausgesprochen, kann man sie nicht mehr zurücknehmen. Und leider mussten wir in der Vergangenheit auch immer wieder erkennen, dass den Worten Taten folgten“, so der hessische Landtagsabgeordnete der CDU-Fraktion, Ismail Tipi.

Jüdisches Leben ist seit mindestens 900 Jahren Teil der Identität unseres Landes, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU Hessen anlässlich des heutigen Tages. Familien haben über die Jahrhunderte hinweg die Entwicklung Hessens mitgeprägt und damit unser Land mit zu dem gemacht, was es heute darstellt. Dennoch waren Jüdinnen und Juden immer auch wieder Opfer von Entrechtung, Vertreibung und Ermordung. Jene schrecklichen Zäsuren, die im Holocaust ihren abscheulichen Tiefpunkt auch unserer hessischen Geschichte fanden, sind uns umso mehr Mahnung und Verpflichtung, dass sich derartiges nie mehr wiederholen darf.

„Der auch in Deutschland zunehmende Antisemitismus, Hass und Hetze erfüllen mich mit Sorgen. Sie vergiften unsere Gesellschaft und verhindern ein friedliches Zusammenleben, ein Leben, in dem man keine Angst haben muss, auf die Straße zu gehen und offen seine Religion auszuüben. Wir sind daher gefordert, die bereits weit in die gesellschaftliche Mitte hineingedrungenen antisemitischen Stereotypen wieder zurückzudrängen, den an den politischen Rändern bewusst beförderten Judenhass aktiv zu bekämpfen und gerade auch präventiv dort zu wirken, wo kulturell geprägte Judenfeindlichkeit und Israelhass schon junge Generationen negativ prägen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir gemeinsam mit allen Teilen unserer Gesellschaft anpacken müssen“, so Tipi abschließend.

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