Am Samstagvormittag wurde an einer Ulmer Synagoge ein Brandanschlag verübt. Dank der schnellen Reaktion eines Augenzeugen blieb ein großer Sach- oder gar Personenschaden aus. Der Hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi verurteilt die Tat in einem Statement scharf.

„Ein solcher Anschlag, der sich klar gegen Menschen jüdischen Glaubens richtet, ist unentschuldbar“, so Tipi. Der Landtagsabgeordnete hatte bereits vor einigen Wochen davor gewarnt, dass vor dem Hintergrund des wieder aufflammenden Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern im Nahen Osten mit wachsendem Antisemitismus hierzulande gerechnet werden müsse. „Ich bin froh, dass beim gestrigen Brandanschlag in Ulm niemand verletzt wurde und es darüber hinaus nur zu einem geringfügigen Sachschaden kam. Dennoch muss ich diese Tat auf das allerschärfste verurteilen. Hass und Gewalt gegen jüdische Mitbürger, ihre Gotteshäuser oder Versammlungsstätten ist absolut nicht hinnehmbar. Antisemitismus ist Gift für unsere Gesellschaft. Judenfeindlichkeit stört unser friedliches Zusammenleben und ist unvereinbar mit unseren freiheitlich-demokratischen, rechtsstaatlichen Werten.“

Der Abgeordnete erinnerte auch an die historische Verpflichtung Deutschlands, jüdisches Leben in besonderer Weise zu schützen: „Die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus und das menschenverachtende Unrecht der Shoah sind Deutschland und ganz Europa Mahnung und Verpflichtung zu gleich. Niemals wieder dürfen wir Angriffe auf jüdisches Leben stillschweigend oder gar gleichgültig hinnehmen. Jüdisches Leben ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur und trägt maßgeblich zu einer pluralistischen Gesellschaftsstruktur bei. Wir werden daher alles tun, um jüdisches Leben zu schützen und zu fördern.“

„Ich rufe daher zum friedlichen Dialog auf. Gerade der von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägte Austausch zwischen Bürgern verschiedenen Glaubens, verschiedener Herkunft oder Überzeugung ist es, der eine Demokratie ausmacht. Ich lade Sie ein, in den Dialog zu treten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede – wir werden feststellen, dass uns vielmehr verbindet, als uns trennt.“

„Ich fordere aller Bürgerinnen und Bürger zudem auf, sich klar und deutlich gegen jede Form des Antisemitismus zu positionieren. Sagen Sie Nein zu Judenfeindlichkeit, Hass und Gewalt und Ja zu Weltoffenheit, Toleranz und Respekt“, rief Tipi auf. „Zeigen wir deutlich, dass Deutschland voller Stolz und Demut zu jüdischem Leben steht! Sprechen wir mit unseren jüdischen Mitbürgern: Shalom Aleichem – Friede sei mit Dir. Begegnen wir uns im Frieden. Das wünsche ich uns, angesichts dieses Gott sei Dank missglückten Anschlags in Ulm.“

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