Angesichts der Corona-Krise sind viele Blutspender derzeit skeptisch und halten sich mit Blutspenden zurück. Wie schon im Mai droht jetzt ein erneuter Engpass bei der Versorgung mit überlebenswichtigen Blutkonserven.

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen und Baden-Württemberg hat auf seiner Webseite unter www.blutspende.de/startseite eine Übersicht der aktuellen Bestände an Blutkonserven bereitgestellt: Der aktuelle Status gibt Anlass zur Sorge. In allen Blutgruppen sind die Bestände mindestens als gering, häufig sogar als besorgniserregend gering eingestuft. Deshalb wird dringend zur Blutspende aufgerufen. Erstspender können bis zum vollendeten 65. Lebensjahr Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Blutspender ist das vollendete 73. Lebensjahr Spendenwillige mit Kontakt zu einer Person, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, können für vier Wochen nach dem letzten Kontakt kein Blut spenden.

„Auch ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger, die die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, dringend zur Blutspende aufrufen“, erklärte der Hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi. „Wir alle wissen: Blutspenden kann Leben retten – und das nur mit einem kleinen Picks. Außerdem können wir alle schnell in die Situation kommen, dass wir selbst Spenderblut benötigen: Egal ob nach einem Unfall, während einer Operation oder bei einer schweren Krankheit – Spenderblut ist hier überlebenswichtig.“

Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten zwei Wochen aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt ist. Diese zweiwöchige Rückstellfrist gilt auch für Spendenwillige nach Aufenthalt in einem Risikogebiet in Deutschland (Risikogebiete in Deutschland sind Gebiete mit einer Neuinfektionsrate von 50 oder mehr pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb von 7 Tagen). Spendenwillige mit Kontakt zu einer Person, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, dürfen zwei Wochen nach dem letzten Kontakt kein Blut spenden. Personen, die an COVID-19 erkrankt waren, werden für vier Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt.

Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den vorgegebenen Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können. Das geht einfach unter www.blutspende.de/blutspendetermine/. Hier kann man sich auch über Spendetermine des Roten Kreuzes in der Nähe zum eigenen Wohnort informieren. Der DRK-Blutspendedienst versorgt über 90 Prozent der Patientinnen und Patienten in den hessischen Kliniken mit Blut- und Blutbestandteilkonserven. Informationen über Blutspendetermine sind kostenlos unter der DRK-Info-Hotline 0800 / 11 949 11 erhältlich.

Ismail Tipi erklärte abschließend: „Die Blutspendedienste haben mittlerweile viel Erfahrung mit den Abläufen einer pandemie-konformen Blutspende sammeln können. Spenderinnen und Spender sind also sicher und können ohne Sorge ihren Termin zur Blutspende buchen und antreten. In der Corona-Zeit haben wir alle nochmal auf eine ganz neue Art und Weise gelernt, als Gesellschaft zusammenzustehen – Die Blutspende ist eine hervorragende Möglichkeit, das auch weiterhin zu tun. Deswegen nochmals mein eindrücklicher Appell: Bitte melden Sie sich zur Blutspende!“

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