„Die Corona-Pandemie hat sich in vielen Bereichen bemerkbar gemacht und wir müssen damit rechnen, dass es auch noch eine Weile so bleibt. Das gilt auch für den Bereich des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Gerade für diejenigen, die jetzt eigentlich eine Ausbildung anfangen wollten, kann es schwierig werden einen geeigneten Platz zu finden“, weiß der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi um diese Problematik.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir teilte jüngst mit, dass das Ausbildungsjahr zurückhaltender gestartet sei. Die Folgen der Corona-Pandemie werden besonders für diejenigen spürbar, die keinen Berufsabschluss haben und derzeit keinen Ausbildungsplatz finden. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei bisher deutlich niedriger als im vorigen Jahr.

„Es ist wichtig, dass wir gerade junge Menschen, die die Schule abgeschlossen haben, unterstützen, damit sie sich nicht scheuen, den Schritt Richtung Ausbildung zu gehen. Gleichzeitig müssen wir auch dem entgegenwirken, dass die Unternehmen weniger Ausbildungsplätze ausschreiben“, so Tipi.

Gemeinsam mit den Partnern im „Bündnis für Ausbildung“ wurde beispielsweise im Frühsommer auf die Schülerinnen und Schüler zugegangen, um für eine duale Ausbildung zu werben. Außerdem hat Hessen die Bewerbungsfrist für das Programm „Ausbildungsstellen für Hauptschülerinnen und Hauptschüler“ verlängert und die Mittel dafür erhöht. Ausbildungsbetriebe, die diesen jungen Menschen eine Chance geben, erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent der Ausbildungsvergütung im ersten und von 25 Prozent im zweiten Ausbildungsjahr. Ebenso können weiterhin Anträge im Rahmen der Ausbildungsplatzförderung gestellt werden. Auf dieser Basis ist gerade auch die Übernahme von Auszubildenden aus insolventen Unternehmen förderfähig.

Wirtschaftsminister Al-Wazir kündigte außerdem ein neues Programm für die Ausbildungsverbünde kleiner und mittlerer Unternehmen an, um dort Stellen für derzeit noch unversorgte Bewerberinnen und Bewerber zu schaffen. Damit ergänzt Hessen die Förderprogramme des Bundes.

„Die Jugend ist unsere Zukunft. Gerade in diesen schwierigen Zeiten müssen wir die Jugendlichen daher so gut es geht unterstützen, damit sie auch nach der Schule ihren Weg und ihre berufliche Perspektive verfolgen können und erfolgreich im Arbeitsmarkt sind. Für alle ist diese Situation nicht einfach, auch die Unternehmen stehen teils vor großen Herausforderungen. Doch ich denke auch hier gilt, dass wir gemeinsam versuchen müssen, die Folgen der Corona-Pandemie auch beim Ausbildungsmarkt abzufedern.“

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