Heute ist der Weltfrauentag, ein Tag an dem international an die Rechte der Frauen erinnert wird. Dabei geht es nicht nur um das Recht auf Gleichstellung oder generelle Rechte der Frauen. Es geht auch darum, auf Gewalt gegenüber Frauen aufmerksam zu machen. Für den hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Ismail Tipi gibt es vor allem in diesem Bereich noch viel zu tun.

„Es sagt sich so einfach: Frauen und Männer sind laut Gesetz gleichberechtigt. Eigentlich eine klare und einfache Aussage. Doch auch heute gibt es immer noch Orte sowie Bereiche, in denen dieser Grundsatz nicht gilt. Darauf soll gerade dieser besondere Tag aufmerksam machen. Denn es ist eine fortwährende gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu fordern und durchzusetzen“, so Tipi.

„Leider ist es jedoch bis heute so, dass auch hier mitten unter uns Frauen Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt werden. Ächtung, Unterdrückung, Ausgrenzung und Erniedrigungen gehören auch dazu.“ So ist etwa jede vierte Frau, die in Deutschland lebt, bereits mindestens einmal Opfer von Gewalt geworden. „Wir dürfen nicht wegschauen und unsere Augen vor diesem Problem verschließen. Vielmehr müssen wir den Betroffenen Mut machen, ihnen eine Stimme geben und ihnen helfen“, so der CDU-Politiker.

Aber auch die Themen „Zwangsheirat“, „Ehrenmord“, „Genitalverstümmelung“ oder „Kinderehen“ sind für Tipi noch immer aktuell sowie auch die Unterdrückung der Frauen durch Vollverschleierung. „Gerade in stark muslimisch geprägten Ländern werden Frauen bis heute als dem Mann untergeordnet betrachtet und genießen bei weitem weniger Rechte als die Männer. Doch auch hier in Deutschland kann man durch den wachsenden radikalislamistischen, dschihadistischen Einfluss beobachten, dass Praktiken wie das Tragen einer Vollverschleierung angekommen sind. Hier muss klar gelten: Wir dürfen so etwas nicht aus kultureller Rücksichtnahme oder falschverstandener Toleranz einfach hinnehmen. Frauenrechte gehören zum Kern unserer Demokratie, hier dürfen wir keinerlei Rabatte geben. Sie sind genauso wie die individuelle Selbstbestimmung und die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen nicht verhandelbar. Deshalb sollten wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen und dürfen keine Kompromisse eingehen.“

Für Tipi ist die Volksabstimmung gestern in der Schweiz genau das richtige Zeichen. Dort haben sich die Bürger für ein landesweites Verhüllungsverbot im öffentlichen Ram ausgesprochen. Das Verbot wird nun in der Schweizer Verfassung festgeschrieben, dass sowohl für vermummte Sportfans und Demonstrierende gelten soll als auch für religiöse Verschleierungen wie Burka oder Niqab. „Das ist ein klares Zeichen gegen die Unterdrückung der Frauen. Neben Österreich und Frankreich ist es das nächste Nachbarland Deutschlands, dass ein solches Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum einführt“, so Tipi und wiederholt damit seine Forderung, auch in Deutschland diesen Schritt zu gehen. „Wir sollten endlich ein Verbot der Vollverschleierung erwirken. Keine Frau sollte gezwungen werden, sich mit einem Stück Stoff verhüllen zu müssen und ein Symbol der Unterdrückung in Form eines mobilen Stoffgefängnisses zu tragen. Wir müssen diese salafistischen, dschihadistischen Tendenz endlich stoppen und die Rechte der Frauen auch an dieser Stelle stärken.“

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