„Die Hessischen Einsatzkräfte, die nach der schrecklichen Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz waren, sollen für ihren Einsatz und ihre Solidarität nun vom Land Hessen ausgezeichnet werden. Damit setzt das Land ein wichtiges Signal: Gelebtes Miteinander und echte Solidarität zahlen sich aus“, erklärte der Hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Zur Anerkennung und Würdigung der Verdienste in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen plant die Hessische Landesregierung die rund 1.200 eingesetzten Helferinnen und Helfer des Hessischen Katastrophenschutzes mit einer besonderen Ehrung auszuzeichnen. Da es bisher keine Ehrungsmöglichkeit für Helferinnen und Helfer bei länderübergreifenden Inlandseinsätze gibt, will das Land diese Lücke mit der Stiftung einer „Einsatzmedaille Inland“ schließen. Das notwendige Erlassänderungsverfahren wurde bereits angestoßen und befindet sich derzeit im Anhörungsverfahren, in dem beispielsweise der Landesfeuerwehrverband Hessen, die AG Katastrophenschutz sowie die kommunalen Spitzenverbände zum Vorhaben der Landesregierung Stellung beziehen können.

„Ich halte diesen Schritt für längst überfällig“, machte der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi deutlich. Der Vorsitzende des Vereins Pro Hilfskräfte „Hände weg“, der sich für mehr Respekt für Einsatzkräfte, Feuerwehrleute, Katastrophenschützer und Polizisten stark macht, fügte hinzu: „Unsere Einsatzkräfte leisten im In- und Ausland hervorragende Arbeit. Das hat die Katastrophenhilfe nach der Flutkatastrophe in unseren Nachbarländern einmal mehr deutlich gemacht. Daher ist es absolut richtig, die Einsatzkräfte, die Tag und Nacht unermüdlich geschuftet, die Solidarität und Teamgeist unter Beweis gestellt haben, um denen zu helfen, die alles verloren haben, jetzt besonders auszuzeichnen.“

Einheiten aus ganz Hessen hatten Mitte Juli 2021 im Rahmen einer länderübergreifenden Hilfe in den Kommunen Stolberg, Erftstadt und Euskirchen in Nordrhein-Westfalen sowie im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler unter widrigsten, kräftezehrenden Bedingungen umfassende Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, sich an der Vermisstensuche beteiligt und technische Hilfe, überwiegend bei der Wasserförderung, geleistet. Zudem haben hessische Einheiten bei der Patientenverlegung aufgrund von Evakuierungsmaßnahmen unterstützt und die Trinkwassernotversorgung sichergestellt.

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