Die Hessische Landesregierung hat eine weitere Ausweitung der Impfkampagne beschlossen. Nachdem die Bundesregierung angekündigt hat, dass aufgrund des bisherigen Impffortschritts voraussichtlich ab Juni 2021 die Priorisierung bestimmter Personengruppen nach der Corona-Impfverordnung entfallen, sollen sich dann auch in Hessen alle Bürgerinnen und Bürger für einen persönlichen Impftermin registrieren können.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit den Impfungen so gut vorankommen, dass wir schon bald allen Menschen in Hessen ein Impfangebot machen können“, freut sich der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi. „Impfwillige aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 sind nahezu alle geimpft bzw. haben zeitnah ihren Termin. Wir sind auch in Hessen auf einem guten Weg. Mehr als 2,3 Millionen Menschen und damit bereits jeder Dritte hat mindestens eine Schutzimpfung erhalten. In absehbarer Zeit werden wir demnach jedem Impfwilligen in Hessen durch die Impfzentren und Ärzte die Schutzimpfung ermöglichen.“

Hessens Innenminister Peter Beuth betonte, dass die hessische Impfkampagne deutlich an Fahrt aufgenommen habe. Solange aber der Impfstoff noch ein knappes Gut sei, verteile man die Dosen so zügig und gerecht wie möglich. „Damit die Impfkampagne überall fortschreiten kann, planen wir im Einklang mit der bundesweiten Impfkampagne im Juni die Registrierung für alle zu ermöglichen. Dort, wo alle aus der Priorisierungsgruppe 3 einen Termin erhalten haben, können dann alle anderen Impfwilligen sukzessive drankommen“, so der Innenminister.

Damit die Impfkampagne auch Bürgerinnen und Bürger an sozioökonomisch benachteiligten Orten besser erreicht und um zugleich die Impfbereitschaft zu steigern, erfolgen bereits erste Vor-Ort-Impfaktionen auf Initiative der betroffenen Kommunen mit mobilen Teams. „Es ist wichtig, dass wir allen ein Impfangebot machen können. Gerade auch dort, wo es größere Hürden gibt. Beispielsweise gibt es bereits jetzt Informationen zur Corona-Schutzimpfung in zwölf Sprachen online verfügbar“, zeigt sich Tipi zuversichtlich.

„Und auch den Schülerinnen und Schülern ab dem 12. Lebensjahr soll noch vor den Sommerferien ein Impfangebot gemacht werden. Eine Zulassung des Vakzins von Biontech ab dem 12. Lebensjahr wurde vom Hersteller beantragt und wird in Kürze erwartet. Der Bund hat zugesichert, den Ländern dann den hierfür erforderlichen Impfstoff zusätzlich bereitzustellen“, erläutert Tipi weiter. „So können wir im neuen Schuljahr hoffentlich weitestgehend wieder zum normalen Schulalltag zurückkehren. Das ist, denke ich, ein gutes Zeichen und eine gute Perspektive für alle Schülerinnen und Schüler.“

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