Ein eigenes Landes-Förderprogramm mit breitgefächerten Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche hat Hessen diese Woche auf den Weg gebracht. Unter dem Motto „Löwenstark – der BildungsKICK“ wird neben den direkten Maßnahmen für den Unterricht das bestehende Netzwerk mit bewährten und neuen außerschulischen Partnern sowie gesellschaftlich engagierten Akteuren ausgebaut.

„Für die Schülerinnen und Schüler waren die letzten Monate und das letzte Jahr nicht einfach. Die schulische Bildung ist durch die Corona-Krise und den notwendigen Distanz- oder Wechselunterricht für viele eine echte Herausforderung geworden. Der veränderte Schulbetrieb, das Lernen von zu Hause, Probleme beim Bewältigen des Lernstoffs und auch fehlende soziale Kontakte sind dabei nur ein Teil der Faktoren. Deshalb freut es mich sehr, dass das Land Hessen mit bewährten Maßnahmen aber auch neuen und kreativen Ideen die Schülerinnen und Schüler unterstützen möchte“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

„Mit unserem „BildungsKICK“ wollen wir Kompetenzen stärken, Individuell fördern, Chancen nutzen und Kooperationen bilden“, teilte der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz mit. Die Landesregierung stellt für das Programm bereits für das Jahr 2021 insgesamt 60 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung. Zur Koordination wurde zudem im Hessischen Kultusministerium eine neue Stabstelle eingerichtet.

„Löwenstark“ besteht unter anderem aus Förderkursen, individueller Lernbegleitung im Unterricht, Hausaufgabenbetreuung, Online-Nachhilfe, Lerncamps, Angebote der kulturellen Bildung, Bewegungsangeboten wie bspw. Schwimmkurse oder auch sozialpädagogischer und psychologischer Unterstützung. „Löwenstark“ wird von Abiturientinnen und Abiturienten, Studierenden, pensionierten Lehrkräften, Lesepatinnen und Lesepaten, Stipendiaten, Fachpersonal der Stiftungen, Vereinen und Bildungsträgern sowie ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern unterstützt, die alle einen wertvollen Beitrag zur Bildung der Schülerinnen und Schüler leisten.

„Das Angebot ist breit gefächert und das ist auch gut so, denn es gibt viele Bereiche, in denen die Schülerinnen und Schüler vielleicht Unterstützung brauchen. Gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Akteuren können wir so den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden“, so Tipi weiter.

„Später soll unser hessisches Landesprogramm dann auch mit dem Corona-Aufholpaket der Bundesregierung, sobald dieses beschlossen ist, verzahnt werden. Damit wollen wir den Abbau der Lernrückstände so gut es geht gemeinsam fördern. Wichtig ist dabei auch, diesen Prozess rasch anzugehen, um zum kommenden Schuljahr, das hoffentlich dank der fortschreitenden Entwicklung bei den Impfungen wieder weitestgehend in gewohnter Weise ablaufen wird, vorbereitet zu sein und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, verpassten Lernstoff aufzuholen.“

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