Der hessische Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose haben einen Überblick über die gut voranschreitenden Impfungen in Hessen gegeben. Dabei betonten sie, dass der Impfstart in Hessen gut verlaufen sei. Seit dem 27. Dezember haben rund 38.000 Hessinnen und Hessen, die der höchsten Priorisierungsgruppe nach der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums angehören, eine Corona-Schutzimpfung erhalten.

„Zunächst wurden die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal von Alten- und Pflegeheimen durch mobile Impfteams aufgesucht. Damit schützen wir als erstes diejenigen, die durch eine Infektion mit dem Corona-Virus besonders gefährdet wären. Außerdem haben Krankenhausmitarbeiter die Corona-Schutzimpfung erhalten, die besonders im Kampf gegen Corona gefordert sind. Das sind die ersten, wichtigen Schritte im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“, so der hessische Landtagsabgeordnete der CDU-Fraktion Ismail Tipi.

Die Anzahl der verfügbaren Dosen ist jedoch weiterhin begrenzt. Für kommenden Freitag wurde eine neue Impfstofflieferung mit rund 49.000 Dosen für Hessen angekündigt, sodass ohne Unterbrechung durch die mobilen Teams geimpft werden kann. Mit den weiteren Lieferungen können dann auch Impfstoffe in den ersten sechs Regionalen Impfzentren ausgegeben werden. Ziel sei es, sobald ausreichend Dosen zur Verfügung stehen, in allen Impfzentren großflächig Impfungen anbieten zu können, so Beuth und Klose. Die darauffolgenden Lieferungen mit jeweils weiteren rund 49.000 Dosen hat der Bund für den 18. und den 25. Januar 2021 terminiert. Ab dann sollen wöchentlich jeweils montags Lieferungen erfolgen. Im Januar erhalten alle Bundesländer zunächst drei Lieferungen.

„Ab dem 19. Januar können dann die ersten sechs Regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt öffnen. Das heißt, dass sich die Personen aus der ersten Priorisierungsgruppe für ihren persönlichen Impftermin ab dem 12. Januar anmelden können. Das geht entweder über die Hotline 116 117 oder über eine Onlineanmeldung unter impfterminservice.de“, erklärt Tipi.

„Die Anzahl der verfügbaren Termine richtet sich zunächst jedoch auch nach der Menge des verfügbaren Impfstoffes. Ziel ist es, dass wir zügig bei den wichtigen Schutzimpfungen vorankommen und möglichst rasch die besonders gefährdeten Personen geimpft werden können. Frauen und Männer, die älter als 80 Jahre sind und aufgrund körperlicher Einschränkungen ein Impfzentrum nicht aufsuchen können, werden zu Hause geimpft. Die mobilen Impfteams der Landkreise und kreisfreien Städte, die aktuell noch in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz sind, werden dann Hausbesuche durchführen.“

Das Land Hessen wird alle über 80-Jährigen schriftlich über die Anmeldungen für die persönliche Schutzimpfung informieren und ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine starten. Es wird aufgrund der geringen Impfmengen noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams in Hessen landesweit erfolgen können. Wer sich schon vorher über die Schutzimpfung in Hessen informieren möchte, kann auf das Informationsangebot unter corona.hessen.de oder auf die Webseite des Robert Koch-Instituts zurückgreifen. Für allgemeine Fragen steht das Bürgertelefon der Hessischen Landesregierung zur Verfügung: 0800 555 4666. Das Land Hessen wird darüber hinaus alle über 80-Jährigen schriftlich über das Anmeldeverfahren informieren.

Hier die bundesweite Einteilung der Priorisierungsgruppen laut Impfverordnung:

A. Schutzimpfungen mit höchster Priorität (§ 2 ImpfVO)

  • Personen ab dem 80. Lebensjahr
  • Personen in Alten- und Altenpflegeeinrichtungen (Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen)
  • Mitarbeiter/innen ambulanter Pflegedienste
  • Mitarbeiter/innen in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Covid-19-Expositionsri-siko (insb. Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste)
  • Mitarbeiter/innen in medizinischen Einrichtungen, in denen Personen behandelt werden, bei denen eine Covid-19-Infektion schwere bzw. tödliche Verläufe erwarten lässt (insb. Hämato-Onkologie, Transplantationsmedizin)

B. Schutzimpfungen mit hoher Priorität (§ 3 ImpfVO)

  • Personen ab dem 70. Lebensjahr
  • Personen mit besonderem Risiko eines schweren oder tödlichen Infektionsverlaufs (Personen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung und Organtransplantierte)
  • Personen in Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften
  • Personen, die im öGD oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind

C. Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität (§ 4 ImpfVO)

  • Personen ab dem 60. Lebensjahr
  • Personen, bei denen aufgrund einer bestimmten chronischen Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, welches keine Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut
  • Personen, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, in den Parlamenten und in der Justiz,
  • Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, Ernährungs- und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,
  • Personen, die als Erzieher/innen oder Lehrer/innen tätig sind,
  • Personen, mit prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen, insbesondere Saisonarbeiter/innen, Beschäftigte in Verteilzentren oder der Fleischverarbeitenden Industrie,
  • Personen, die im Einzelhandel tätig sind.

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