Gestern hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit Gesundheitsminister Kai Klose im Anschluss an die Kabinettssitzung mitgeteilt, dass die bestehende Coronavirus-Schutzverordnung um vier Wochen verlängert wurde. Sie wird am Donnerstag in Kraft treten und wurde außerdem an die Neuregelungen im Bundesinfektionsschutzgesetz angepasst. Ministerpräsident Bouffier sagte dazu: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Deswegen ist es wichtig, dass wir weiterhin besonnen bleiben.“

Angesichts des Impffortschritts hat die Hessische Landesregierung in Anlehnung an das Bundesinfektionsschutzgesetz beschlossen, die Infektionsinzidenz als alleinigen Indikator für die Coronavirus-Schutzmaßnahmen abzulösen. Künftig werden die Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivbetten wesentliche Maßstäbe für weitergehende Schutzmaßnahmen sein.

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi begrüßt diese Neuerungen. „Mittlerweile sind in Hessen 66,4 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner erstgeimpft und 61,8 Prozent haben bereits einen vollständigen Impfschutz. Es ist daher wichtig, dass wir dank des Impffortschritts auch die Situation neu einschätzen. Dazu gehört es, einen neuen Fokus auf die Situation in den hessischen Krankenhäusern zu setzen. Außerdem wird es in Hessen zudem ein 2G-Optionsmodell geben.“

Das sieht vor, dass Veranstalter und private Betreiber die Möglichkeit haben, ausschließlich Geimpfte und Genesene einzulassen. Auch das Personal muss sich an die 2G-Regel halten. In diesem Fall entfallen wesentliche coronabedingte Einschränkungen: Die Abstandsregeln entfallen ebenso wie die Maskenpflicht und Kapazitätsbeschränkungen. Von der 2G-Pflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren.

„Wir müssen uns klar machen, dass wir weiterhin alle gefragt sind, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Leider werden wir weiterhin mit der Pandemie leben müssen. Sich verändernde Situationen erfordern auch immer wechselnde Herausforderungen in dieser Pandemie, auf die wir flexibel und detailgenau abgestimmt reagieren müssen. Fest steht aber: Diese Pandemie lässt sich nur gemeinsam erfolgreich bekämpfen. Daher gilt es weiterhin ungebrochen, Rücksicht aufeinander zu nehmen und gemeinsam unser Bestes zu geben, um eine Ansteckungsgefahr so gut es geht zu vermeiden“, so Tipi abschließend.

Weitere Informationen zu den neuen Corona-Regelungen finden sich unter: www.hessen.de/presse/pressemitteilung/systemwechsel-in-der-beurteilung-der-pandemie

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