Im Landkreis Offenbach, den Ismail Tipi als direkt gewählter Walkreisabgeordneter der Kommunen Mühlheim, Obertshausen, Heusenstamm und Dietzenbach im Hessischen Landtag vertritt, kommt es wegen der steigenden Infektionszahlen zu weiteren Einschränkungen. Der Abgeordnete appellierte heute an die Bevölkerung, sich solidarisch zu verhalten und besonnen zu reagieren.

Zuvor hatte sich der Landkreis Offenbach gemeinsam mit den umliegenden Landkreisen und kreisfreien Städten der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main auf neue Regeln zur Bekämpfung des Corona-Virus geeinigt. Der CDU-Landrat Oliver Quilling hat diese Regeln am Donnerstagabend in einer Videobotschaft kommuniziert und zugleich zu einem konsequenten Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen aufgerufen.

Diese neuen Regeln der Allgemeinverfügung treten ab Samstag in Kraft:

  1. Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, in Gruppen von höchstens fünf Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet.
  2. Diese Regelung gilt auch bei Besuchen von Restaurants, Cafés, Bars und Veranstaltungen. Für Zusammenkünfte im privaten Bereich wird empfohlen, sich an die Vorgaben für den öffentlichen Raum zu orientieren und beispielsweise größere Feiern zu verschieben.
  3. Der Konsum von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist verboten. Ausgenommen sind Gaststätten einschließlich Außengastronomie während der jeweiligen Öffnungszeiten.

Zusätzlich wird ab diesem Sonntag eine Sperrstunde für die Gastronomie zwischen 23.00 und 06.00 Uhr gelten. Auch zum Schulbeginn am Montag gibt es neue Regeln: In allen Klassen ab der Jahrgangstufe 5 aufwärts wird eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten. Sportunterricht darf zudem nur noch mit 1,5 Metern Abstand stattfinden, bei allen Klassen ab der Jahrgangsstufe 5 aufwärts ist dieser zusätzlich nur im Freien zugelassen.

Ismail Tipi appellierte an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis, die neuen Beschränkungen ernst zu nehmen: „Wir stehen an einem Scheideweg. Die Infektionszahlen steigen deutlich an und es ist daher von großer Wichtigkeit jetzt zusammenzuhalten. Gemeinsam können wir mit einfachen Mitteln, wie dem Tragen einer Maske, regelmäßigem Lüften, Abstand halten, dem Nutzen der Corona-Warn-App und der Einhaltung der Hust- und Niesetikette die weitere Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Dazu rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich auf. Vielleicht mögen sie die neuen Regeln als Belastung, als zusätzliche Bürde empfinden. Dennoch sind diese zusätzlichen Maßnahmen wichtig. Wir müssen gemeinsam dafür kämpfen, dass die Infektionszahlen gesenkt werden, sodass sich die Krankenhäuser auf wirklich schwerwiegende Krankheitsverläufe konzentrieren können und zugleich ältere, schwächere und vorerkrankte Menschen geschützt werden. Die Einhaltung der Regeln ist also nicht nur zu unserem Schutz – sie ist vielmehr aus Solidarität mit unseren Mitmenschen geboten.“

Am Donnerstag wurde im Kreis Offenbach ein neuer Höchststand bei den Infektionszahlen registriert: 39 zusätzliche Infektionen führten zur Gesamtzahl von 1.585 als infiziert registrierte Personen. Die neuen Fälle verteilen sich auf neun Kommunen im Kreisgebiet – Dietzenbach (5 Neuinfizierte), Dreieich (3), Egelsbach (6), Heusenstamm (6), Langen (5), Mühlheim (3), Neu-Isenburg (6), Rodgau (4) und Rödermark (1). Auch die Zahl derer, die inzwischen als geheilt von SARS-CoV-2 gelten, ist weiter angestiegen, 1.268 Personen insgesamt. Dies sind vier Personen mehr im Vergleich zum Vortag. In der Gesamtzahl sind sowohl die wieder Genesenen als auch die inzwischen 46 Verstorbenen mitgezählt. Aktiv sind demnach 35 Personen mehr als am Vortag mit dem Corona-Virus infiziert. Dies macht insgesamt 271 aktive Fälle – auch dies ist ein trauriger Rekord. Derzeit werden in den beiden Krankenhäusern im Kreis 17 an COVID-19 Erkrankte versorgt. Die 7-Tage-Inzidenz nach dem Robert Koch-Institut liegt für den Kreis Offenbach bei 48,1.

Zugleich warnte der Abgeordnete davor, in Panik zu verfallen: „Die gestiegenen Infektionszahlen sind mitunter auch darauf zurückzuführen, dass mittlerweile deutlich mehr Tests durchgeführt werden, als das noch vor einigen Wochen oder Monaten der Fall war. Zudem haben sich die Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen mittlerweile sehr gut auf die neue Herausforderung eingestellt. Wir müssen daher nicht in Panik oder Angst verfallen, sondern ruhig, besonnen und entschieden handeln. Und das geht am besten gemeinsam!“

Weitere Informationen zu den Maßnahmen und Regelungen im Kreis Offenbach finden sich unter www.kreis-offenbach.de/Themen/Gesundheit-Verbraucher-schutz/akut/Corona.

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