Gestern wurden bei der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder einige einheitliche Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie beschlossen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier machte anlässlich der Beratungen deutlich, wie wichtig es sei, jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen zu treffen, damit die Schulen und Kitas offen und die Wirtschaft am Laufen gehalten werden könne.

„Wir stehen an einem wichtigen Punkt. Die Infektionszahlen steigen deutschland- und hessenweit an. Die kalte Jahreszeit und die Grippewelle stehen vor der Tür. Jetzt entscheidet sich, ob wir weiterhin gut durch die Corona-Pandemie kommen“, so Ministerpräsident Bouffier.

Bund und Länder haben sich gestern darauf verständigt, schneller auf das regionale Ausbruchsgeschehen zu reagieren und bereits ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner die bestehenden Corona-Beschränkungen zu verschärfen. So soll bei steigenden Infektionszahlen und spätestens ab einer Inzidenz von 35 eine Teilnehmerbegrenzung bei 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum gelten, sowie eine ergänzende Maskenpflicht im öffentlichen Raum, das Einziehen lokaler Sperrstunden und die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen.

„Für uns alle ist die Situation nicht einfach, doch es gilt jetzt gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Infektionszahlen nicht noch weiter so stark steigen“, mahnt auch der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi. „Kleinteilige Regelungen machen es für die Bürger schwer zu wissen, wo welche Regel gilt. Letztendlich führt das auch zu einer fehlenden Akzeptanz. Daher erachte ich es als richtig, sich auf einheitliche Kriterien zu verständigen.“

Sobald das Infektionsgeschehen über die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage steigt, soll außerdem beispielsweise die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt werden und bei Feiern sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum nur noch zehn Teilnehmer erlaubt sein.

„Wichtig ist, dass wir uns alle an die geltenden Maßnahmen halten. Gleichzeitig muss es aber auch möglich sein, die Kontakte nachzuverfolgen, damit sich die Infektion nicht weiter ausbreiten kann. Zeitnah wird nun auch das hessische Corona-Kabinett über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse beraten. Letzten Endes sind wir aber alle gefordert, uns an die Maßnahmen zu halten und in jedem Einzelfall auch sich selbst kritisch zu hinterfragen, ob und in welchem Umfang private Feierlichkeiten wirklich notwendig und vertretbar sind, auch aus Rücksichtnahme gegenüber allen anderen Menschen in unserem Umfeld.“

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