Gestern hat das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung die bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus angepasst. Grund dafür sind vor allem die steigenden Infektionszahlen in Hessen. Ministerpräsident Bouffier sagte bei einer Pressekonferenz: „Wir stehen vor der Herbst-/Wintersaison und damit vor der Herausforderung, unsere Gesundheitssysteme weiterhin nicht zu überlasten, wenn Corona-Infektionen und die Grippewelle uns zeitgleich ins Haus stehen. Wir werden – wie gewohnt – besonnen und mit Augenmaß handeln.“

Auch der hessische Landtagsabgeordnete der CDU-Fraktion, Ismail Tipi mahnt dazu, vorsichtig zu bleiben. „Wir müssen verhindern, dass es wieder zu einem Lockdown kommt. Das bedeutet auch, dass wir alle vorsichtig bleiben und weiterhin auf manche Dinge verzichten müssen. Dazu gehört beispielsweise auch der Urlaub in einem Risikogebiet sowie Feiern oder Veranstaltungen mit vielen Menschen.“

Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung sind auf maximal 50 Personen begrenzt.
  • Bei Feiern in privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen dringend empfohlen.
  • Für öffentliche Veranstaltungen gilt weiterhin eine Begrenzung auf 250 Personen. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Hygienekonzeptes. Veranstaltungen mit mehr Personen, bedürfen einer zusätzlichen Genehmigung durch das örtliche Gesundheitsamt.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist künftig auch in Wahlräumen und Wahllokalen sowie während des Aufenthalts auf Bahnsteigen und an Haltestellen vorgeschrieben.
  • In den Schulen gilt ebenso weiterhin eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer, wie beispielsweise auf den Schulhöfen oder in den Gängen.
  • Die bisherige 3-Quadratmeter-Regelung bei Veranstaltungen oder Kulturangeboten wie Theater, Konzerten oder Kinos entfällt. Es gelten die allgemeinen Abstands- und Kontaktregeln (1,5 Meter Abstand, max. 10 Personen zusammen) wie bspw. in der Gastronomie. Auch in Schwimmbädern sowie in Geschäften wird die 3-Quadratmeter-Regelung aufgehoben.
  • Auf Märkten mit einem erheblichen gastronomischen Angebot gelten jetzt die gleichen Anforderungen wie in Gaststätten. Dazu zählen insbesondere Abstandsregeln, Angabe von Kontaktdaten und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Kellnerinnen und Kellner.
  • Für Clubs und Tanzlokale gelten künftig die gleichen Regeln wie für die Gastronomie. Das bedeutet, diese können Gäste unter den geltenden Maßnahmen genau wie Bars und Restaurants bewirten. Es gilt aber ein Verbot von Tanzveranstaltungen. Dafür sind räumliche Vorkehrungen zu treffen. Die Öffnung muss durch das örtliche Gesundheitsamt genehmigt werden.

„Da in der Vergangenheit öfters falsche Angaben bei Gästelisten in der Gastronomie gemacht wurden, sodass die Kontaktverfolgung nicht möglich war und damit ein unkontrollierter Ausbruch begünstigt wurde, sollen Angaben falscher Daten mit einem Bußgeld belegt werden. Außerdem müssen die Betreiber bzw. Veranstalter die Angaben auf Plausibilität überprüfen und die Vorlage des Personalausweises bzw. Passes kann verlangt werden“, so Tipi.

„Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, warum in solchen Fällen falsche Angaben gemacht werden, immerhin dient es auch der eigenen Sicherheit, wenn man im Zweifelsfall bei einem Corona-Ausbruch informiert werden kann. Daher sind diese Maßnahmen und die Pflicht der Gäste zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Angabe der Daten wichtig, um gegen die Ausbreitung des Corona-Virus effektiv vorzugehen und den steigenden Infektionszahlen entgegen zu wirken. Nur wenn wir alle besonnen und vernünftig bleiben und uns solidarisch zeigen, können wir die Corona-Pandemie in den Griff bekommen und verhindern, dass noch mehr Menschen an dieser Krankheit sterben.“

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