„Die Rückfallquote Hessischer Straftäter ist deutlich rückläufig – Das ist ein gutes Signal für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und zugleich eine Auszeichnung der hervorragenden Resozialisierungsarbeit in unserem Bundesland“, macht der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi deutlich.

Am gestrigen Donnerstag hat der Direktor der Kriminologischen Zentralstelle Prof. Dr. Martin Rettenberger die Ergebnisse der „Evaluation der risikoorientierten Bewährungshilfe in Hessen“ an Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergeben. Ziel der Studie war die Überprüfung der Einführung des „Sicherheitsmanagements II (SIMA II)“ im Rahmen der Bewährungshilfe in Hessen. Die Studie wurde in dem Zeitraum vom 01. Februar 2019 bis zum 31. Januar 2021 durchgeführt. Mit der Studie wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien die Rückfallquote bei Straftätern im ganzen Land ermittelt. Das Ergebnis der Untersuchungen ist eine Auszeichnung für die Hessische Justiz: Die Rückfallquote der Gewaltstraftäter hat sich je nach betrachteter Subgruppe um 8 bis 74 Prozent reduziert.

„Diese Ergebnisse sind hocherfreulich, denn sie sind ein klares Signal: Wer in Hessen inhaftiert wird, wird nicht im Stich gelassen, sondern bekommt Wege zurück ins Leben und hinaus aus der Straffälligkeit aufgezeigt. Das ist nicht nur gut für die Betroffenen selbst, sondern fördert auch die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Ismail Tipi, Mitglied des Hessischen Landtags in Wiesbaden. „Die nun vorgelegte Studie zeigt, dass ein Schlüssel zum Erfolg darin liegt, das Rückfallrisiko aller inhaftierten und verurteilten Straftäter individuell zu bewerten. So können diejenigen gezielt angesprochen, betreut und begleitet werden, bei denen sonst von einer hohen Rückfallwahrscheinlichkeit auszugehen ist.“

Tipis Parteikollegin und Justizministerin Eva Kühne-Hörmann lobte insbesondere das Engagement der 237 Hessischen Bewährungshelfer und Bewährungshelferinnen: „Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Straffälligen, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Die Evaluation zeigt, dass sich die Umstellung der Bewährungshilfe mehr als bewährt hat. Dies ist ein großer Erfolg für die Sicherheit unseres Landes. Insbesondere zeigt sich aber, wie gut die hessischen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer arbeiten, um straffällig gewordene Menschen auf dem Weg der Resozialisierung zu unterstützend und damit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen.“

Ismail Tipi machte dennoch deutlich, dass man straffällig gewordene Bürgerinnen und Bürger, ganz besonders aber Gefährder intensiv beobachten und überwachen müsse: „Gerade von denjenigen, die von einer hasserfüllten, demokratiefeindlichen Ideologie überzeugt sind, wie es leider bei vielen Extremisten und insbesondere bei radikalen Islamisten der Fall ist, ist eine genaue Überwachung unerlässlich. Wo möglich sollten Gefährder mit ausländischer Staatsbürgerschaft abgeschoben werden. So lobenswert die Resozialisierung auch ist: Wer das Asyl- und Gastrecht missbraucht, um sich gegen Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu stellen, der muss unser Land verlassen.“

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