Bei einer repräsentativen Umfrage der Alice-Schwarzer-Stiftung, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und der Giordano-Bruno-Stiftung wurden rund 1.000 Menschen zu ihren „Einstellungen zum Islam und Islamismus“ befragt. Demnach fühlt sich eine Mehrheit von 63 Prozent von „islamistischen Gruppen“ bedroht, von denen befürchtet wird, dass sie das gesellschaftliche Klima verändern und zu einem Rückschritt in Toleranz und Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen könnten.

„Seit Jahren warne ich davor, dass radikale Islamisten einen Keil in unsere Gesellschaft treiben, der uns spalten soll, Zwietracht säht und damit letztendlich das gesellschaftliche Klima sowie unsere Demokratie und Werte gefährdet. Dass sich 63 Prozent der Befragten aus diesen Gründen von radikalen islamistischen Gruppen bedroht fühlt, zeigt mir, dass die Warnungen der letzten Jahre mittlerweile von vielen ernst genommen werden. Jetzt gilt es, gegen diese Gruppen vorzugehen und damit auch der Furcht entgegenzuwirken. Denn genau darauf haben es die Dschihadisten und Gefährder abgesehen: Sie wollen uns Angst einjagen und in die Enge treiben, sodass wir klein beigeben und uns wegducken. Hier sage ich aber ganz klar: Das dürfen wir nicht zulassen. Im Gegenteil: Wir müssen handeln und gegen Salafisten, Dschihadisten und Gefährder rigoros vorgehen“, sagte der hessische Landespolitiker Ismail Tipi anlässlich der Studie.

Weitere Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass 71 Prozent der Befragten angaben, dass „in manchen Moscheen Hass und Intoleranz verbreitet wird“. 61 Prozent fordern, dass vom Ausland finanzierte islamische Organisationen verboten werden sollten. „Sogar 90 Prozent befürworten laut der Studie ein „Burka-Verbot“ und 53 Prozent sind für ein Verbot des Kopftuchs für Mädchen unter 14 Jahren. Schon seit Jahren fordere ich genau das. Doch leider gab und gibt es bis heute immer wieder starken Gegenwind. Doch diese Umfrage zeigt, dass es viele Befürworter eines Verbots der Vollverschleierung und auch des Kopftuchs bei jungen Mädchen gibt. Ich würde mich freuen, wenn das wieder neuen Aufschwung in die Debatte bringt, wir hier endlich einen Schritt weiterkommen und wir diese Themen nicht mehr nur noch diskutieren, sondern angehen“, zeigt sich Tipi hoffnungsvoll.

„Daher wiederhole ich mit Nachdruck meine Forderung: Ein Vollverschleierungsverbot ist längst überfällig. Außerdem müssen wir mit aller Härte und den gesetzlich gegebenen Möglichkeiten unseres Rechtsstaats gegen Salafisten und Dschihadisten vorgehen und dafür sorgen, dass von Salafisten, radikalen Islamisten und Hasspredigern keine Gefahr mehr ausgeht.“

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