Liebe Freunde,

ich bin fest überzeugt: Werte schaffen Heimat.

Mit bedauern beobachte ich seit Jahren, dass in diesem Land etwas nicht stimmt. Für einen Teil der Gesellschaft haben unsere Werte fast keine Bedeutung mehr. Auch Heimat ist für viele ein leidenschaftsloser Begriff.

Ich bin als Fremder, als Gastarbeiterkind, nach Deutschland gekommen. Das Fremde wurde sehr schnell meine Heimat. Als „Zugereister“ beobachte ich seit Jahren, wogegen ich fast täglich kämpfe: Unsere gesellschaftlichen sowie religiösen Werte driften täglich von uns weg.

Genau das bereitet mir Kopfschmerzen und macht mich als Bürger dieses Landes sehr wütend. Ich kann diese Undankbarkeit gegenüber unserem Land weder verstehen noch akzeptieren oder dulden. Deutschland ist eines der wenigen Länder auf diesem Kontinent, bei dem die Willkommenskultur, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Toleranz und das Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis am höchsten entwickelt ist.

Trotz allem gibt es Menschen in unserer Gesellschaft, die diese Werte im Haushalt der Menschlichkeit ignorieren und diese übergehen, ja sogar aus religiös-politischen Gründen auch bekämpfen wollen. Dieser Teil der Demokratiefeinde wird täglich größer.

Und was macht die restliche Gesellschaft: Sie schaut zu, nimmt die Gefahren und Bedrohung nicht ernst. Sie nimmt die eigentliche Absicht der militanten radikalen Islamisten, Salafisten, Dschihadisten, ja sogar die der Terroristen nicht wahr.

Aus falsch verstandener „Political Correctness“, Toleranz oder Multi-Kulti-Romantik werden die Gefahren unter anderem aus der salafistischen Ecke nicht erkannt. Damit bringen wir die Zukunft unserer Kinder, unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates in Gefahr. Täglich lassen wir es zu, dass die Grundfundamente dieses Landes weiter bröckeln und überlassen fremden Kulturen, auch manchen extremistischen Religionsgemeinschaften die Oberhand.

Deshalb genießen die Salafisten in Deutschland seit Jahren Narrenfreiheit. Sie können machen und tun, was sie wollen. Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit schaut man einfach zu.

Natürlich wurde in den letzten Jahren vieles gegen den wachsenden Salafismus unternommen. Aber nicht genug. Täglich kämpfe ich für ein allgemeines Betätigungsverbot für Salafisten. Ich warte und warte. Ich will aber nicht mehr warten.
Deshalb fordere ich die Zuständigen und die neue Bundesregierung dazu auf, dieses Verbot endlich auszusprechen.

Mich macht es wütend, wenn ein Teil dieser Gesellschaft gerne die drei Affen spielt: Nichts sehen, nichts sagen und nichts hören! Ich bin auch wütend wenn eine Gesellschaft Angst davor hat, Fässer aufzumachen! Mensch, wenn wir die Fässer nicht aufmachen, dann wird der Inhalt bis zum Himmel stinken. Und es stinkt bereits bis zum Himmel.

Liebe Freunde, ich bitte euch alle: Setzt euch für unsere Heimat ein! Schützt unsere Werte, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat. Schützt unsere Kinder und Jugendlichen. Setzt euch für Deutschland und seine Werte ein!

Macht Fässer auf, schreit auch mal laut, damit in Zukunft nicht noch mehr Mütter und Väter um ihre Kinder weinen. Damit unsere Kinder nicht von diesen Scharlatanen wie Pierre Vogel und Co. zum radikalen Salafismus, Fundamentalismus geführt und vergiftet werden.

Helft bitte mit, damit Deutschland kein Mekka der Salafisten wird. Bedeckt nicht alles Böse unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit. Freiheiten sind gut. Freiheiten können aber etwas ganz Ätzendes sein, wenn man mit ihnen nicht umgehen kann.

Deswegen müssen wir genau schauen, wen wir zu uns holen. Wir müssen noch genauer hinsehen, wer hier eine Heimat findet und wer uns und unser Land bekämpfen will.

Wir müssen schauen: Wer will mit uns Seite an Seite in Freundschaft leben und wer will in uns den „Kuffar“ sehen. Jeder, der in uns den „Kuffar“ sieht und mit unseren demokratischen Werten ein Problem hat, muss sofort zu seiner eigenen Zufriedenheit dahingehen, wo er sich gesellschaftlich wohlfühlt. Hier gilt für mich null Toleranz! Hier dürfen wir uns von Niemandem einlullen lassen.

Denkt daran: Nationen und Zivilisationen gehen kaputt, wenn man nicht intelligent ist. Sie gehen aber auch kaputt, wenn wir keinen Mut haben. Wir müssen handeln, unsere Werte verstehen und leben: Nur wir können die Leitkultur in diesem Land bestimmen. Wenn wir nicht handeln, werden wir schmerzlich behandelt.

Deswegen sage ich: Werte schaffen Heimat.

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