„Heute endet die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Das Turnier ist und bleibt in meinen Augen eine Farce. Ich erhoffe mir für die Zukunft eine bewusstere Auswahl der Ausrichtungsorte für sportliche Großereignisse“, unterstrich Ismail Tipi.

Der Landtagsabgeordnete gilt als einer der führenden Experten im rechtsstaatlichen Kampf gegen radikal-islamistische und salafistische Tendenzen und als scharfer Kritiker der Fußballweltmeisterschaft im Emirat Katar: „Die Vergabe der Weltmeisterschaft an Katar ist und bleibt ein Fehler. Ich kann verstehen, dass einige Bürger argumentieren, Deutschland verurteile Katar vom Elfenbeinturm herab und unternehme selbst nicht genug im Kampf gegen Diskriminierung und radikale Salafisten. Dennoch muss die Vergabe eines sportlichen Großereignisses an einen Staat, der Menschenrechte missachtet und terroristische Vereinigungen finanziell wie ideell unterstützt, scharf kritisiert werden.“

„Die Kataris leisten dem Treiben der Barbaren in Syrien und im Irak auch noch Vorschub, indem sie logistische Hilfe, Waffen und scheinbar unbegrenzte finanzielle Ressourcen bereitstellen. Es sind gerade diese selbsternannten ‚Gotteskrieger‘, die ohne das Geld der Kataris nicht annähernd so schlagfertig wären und die jetzt in Frankreich verurteilt wurden, für den Terror, den sie über das Land gebracht haben – für die weit über hundert Toten, die bei den radikalislamistischen Anschlägen von 2015 und den Folgejahren ihr Leben verloren haben. Über diese Missstände hat die FIFA großzügig hinweggesehen und stattdessen Vielfalt und Toleranz sowie kulturelle Rücksichtnahme gepredigt – für mich eine unverschämte und unverblümte Augenwischerei“, führte Ismail Tipi seine Kritik aus.

Für die Zukunft erwarte der Abgeordnete mehr Sensibilität bei der Auswahl der Ausrichter sportlicher Großveranstaltungen: „Im Vordergrund sollte der Sport stehen, der Werte wie Teamgeist, Miteinander und die positiven Aspekte der Globalisierung beleuchtet und in die Welt trägt. Hierfür braucht es geeignete Botschafter – das gilt nicht nur für die beteiligten Sportler, sondern insbesondere auch für die ausrichtenden Nationen. Hier sind die Verbände gefordert, entsprechende Maßnahmen zu treffen.“

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