
Liebe Freunde,
ich bin auf ein Gedicht von Angelus Silesius, einem deutschen Lyriker, gestoßen, das ich gerne mit Ihnen teilen möchte: „Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Ein Herz, das Augen hat und wacht.“
Als ich diese Zeilen gelesen habe, habe ich mich gefragt, wer kann in diesen hektischen Tagen - zwischen all den Krisen und all dem Leid, das auf der Welt herrscht - das Licht der Herrlichkeit sehen? Ich denke dabei gerade an die Menschen in der Ukraine wie auch in anderen Teilen der Welt, die im Krieg leben, von Leid und Angst umgeben sind und jetzt an Weihnachten nicht bei ihren Liebsten sein können, in der Kälte ausharren müssen oder kein Dach über den Kopf haben.
Können, ja dürfen wir denn dann überhaupt unbeschwert und fröhlich das Weihnachtsfest feiern? Ich denke, dass wir das können, vielleicht sogar müssen, stets in dem vollen Bewusstsein, dass nichts davon selbstverständlich ist und in Dankbarkeit für das, was wir haben.
Von daher wünsche ich Ihnen in diesem Jahr nicht nur ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest. Ich wünsche Ihnen, dass sie das wesentliche in diesen Tagen erkennen können, die kleinen Dinge schätzen und wir uns nicht von dem Wert teurer Geschenke, eines guten Essens oder eines perfekten Familienabends treiben lassen. Genießen Sie die gemeinsame Zeit, machen Sie den Menschen in ihrem Umfeld eine Freude, verschenken Sie eine kleine Aufmerksamkeit, die Danke sagt, oder einfach nur ein Lächeln. Seien Sie füreinander da, dann können wir vielleicht das Licht sehen, dann wird dieses Weihnachtsfest zu einem wahren Fest der Liebe und der Freude.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche, friedvolle Weihnachtszeit und ein gesegnetes Fest.
Ihr

Ismail Tipi
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