Die Infektionszahlen in Europa, aber auch in Deutschland und Hessen wachsen wieder. Grund dafür sind oftmals private Feiern, wie jüngst beispielsweise in Hamm oder in Bielefeld. „Auch in Hessen steigen die Zahlen in einigen Landkreisen und Städten wieder an. Wir hatten bereits vor einigen Wochen vermehrt steigende Infektionszahlen, worauf die einzelnen Städte sehr besonnen reagiert und die Maßnahmen vor Ort verschärft haben. Dennoch gibt es keinen Grund, sich darauf auszuruhen“, mahnt der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

In Hessen gibt es bereits ein Präventions- und Eskalationskonzept zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung. Damit sollen lokal begrenzte und zielgenaue Schutz- und Eskalationsmaßnahmen ergriffen werden können. Sofern in Landkreisen, kreisfreien Städten, Städten oder Orten mit zentralörtlicher Funktion vermehrt Neuinfektionen auftreten, können auf Grundlage der täglichen Meldezahlen zum Infektionsgeschehen weitere Beschränkungen gelten.

„Bei dem letzten Anstieg der Zahlen in vereinzelten Städten und Gemeinden hat das gestufte Vorgehen, je nach der Höhe der auftretenden Neuinfektionen, Wirkung gezeigt. Dennoch gilt es weiterhin an die Bürgerinnen und Bürger zu appellieren. Wir steuern gerade auf die Herbst- und Weihnachtszeit zu, es ist deutlich kühler geworden und viele Aktivitäten können nicht mehr im Freien stattfinden. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass wieder Hochzeiten oder andere private Feste gefeiert werden wollen. Es ist aber trotzdem jeder einzelne verantwortlich, sich dabei an die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Das kann im Einzelfall auch bedeuten, dass ein Fest nicht wie gewohnt stattfinden kann oder sogar verschoben bzw. abgesagt werden muss. Oberste Priorität sollte jedoch die Gesundheit aller sein. Ein Ausbruch auf einer Feier gefährdet die Gesundheit anderer Menschen und stellt auch die Gesundheitsämter vor eine große Herausforderung, die die Infektionsketten nachverfolgen müssen, damit sich das Corona-Virus nicht noch weiterverbreitet“, so Tipi.

„Wir müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass die Zahlen nicht weiter steigen. Keiner von uns möchte einen zweiten Lockdown erleben. Das wäre nicht nur für uns im privaten Bereich wieder mit vielen Einschränkungen verbunden, sondern könnte auch für die Wirtschaft und viele Arbeitsplätze verheerende Folgen haben. Daher muss weiterhin höchste Achtsamkeit gelten.“

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